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Autokosten

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Konsument 8/2006 veröffentlicht: 13.07.2006

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Große Kostenunterschiede

Im Durchschnitt nur 9 Prozent der Österreicher pendeln mit der Bahn in die Arbeit. Das mag an den Verbindungen liegen, am Preis wohl kaum. Denn so billig Bahnfahren wie mit Wochen-, Monats- oder Jahreskarten auf einer Strecke, die man regelmäßig befährt, kann man sonst nicht. Bei diesen Preisen kommt ein Auto, selbst wenn man nur mit den Treibstoffkosten vergleicht, nicht mit. Beispiel Melk–Wien (85 km): Hier kostet eine Jahreskarte auf der Westbahn 1140 Euro. Zieht man durchschnittliche Treibstoffkosten (1 Euro pro Liter, Verbrauch 8 Liter pro 100 km) als Vergleich heran und nimmt an, dass an 225 Tagen zur Arbeit gefahren wird, kommt man mit dem Auto auf Jahreskosten von rund 3060 Euro.

Günstige Familientarife

Auch Familien reisen günstiger. Es gibt verschiedene Angebote, die das gemeinsame Bahnreisen zu einer attraktiven, wenn auch nicht unbedingt billigeren Alternative zum Auto machen. Etwa die ÖBB-Familiencard: Für 19,90 Euro pro Jahr fahren Vater und Mutter, wenn sie zumindest mit einem Kind reisen, zum halben Preis. Kinder bis 15 Jahre fahren überhaupt gratis. Beispiel Familiencard Wien– Salzburg (317 km): Mit dem Zug kostet das, wenn beide Elternteile mit zwei Kindern fahren und sie eine Familiencard haben, 42,80 Euro – übrigens der gleiche Betrag, den ein Erwachsener zahlen würde, der zum Standardpreis alleine reist.

Kilometergeld als Richtwert

Was kostet die gleiche Strecke mit dem Auto? Das amtliche Kilometergeld berücksichtigt alle Autokosten. Nimmt man diesen realistischen Indikator (derzeit 38 Cent pro Kilometer) als Basis, sind es 120,46 Euro. Zieht man lediglich durchschnittliche Treibstoffkosten (1 Euro pro Liter, Verbrauch 8 Liter pro 100 km) zum Vergleich heran, wären das rund 25 Euro.

Etwas für die Jugend

Für die Internet-Generation ist das Cliquen-Ticket maßgeschneidert, denn nur dort ist es zu buchen ( www.oebb.at ). Zu ausgewählten Destinationen ab 51 km können damit bis zu vier Jugendliche unter 26 Jahren, wenn alle eine Vorteilscard <26 um 19,90 Euro pro Jahr haben, gemeinsam zum Preis eines Standardtickets fahren – allerdings nur von 18.30 bis 6 Uhr; Samstag, Sonntag und an Feiertagen durchgehend; an Sonn- und Feiertagen ist die Zahl der zu vergebenden Cliquen-Tickets beschränkt.

Auch beim 1-Plus-Freizeitticket können ein bis fünf Personen gemeinsam reisen – je mehr fahren, umso billiger wird es (und jede Person kann auch noch ein Fahrrad gratis mitnehmen).

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