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Navigationsgeräte

Klassenlose Gesellschaft

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Konsument 2/2010 veröffentlicht: 28.12.2009

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Keiner ragt heraus

Einen herausragenden Testsieger gibt es allerdings nicht, die Unterschiede an der Spitze sind gering und erklären sich durch kleine Bewertungsdifferenzen in Einzelkriterien. Auch dass gleich drei TomTom-Modelle vorn liegen, ist eher dem Zufall geschuldet als einer auffallenden Überlegenheit in einem der zwei zentralen Untersuchungsbereiche Handhabung oder Navigation.

Selten gedruckte Handbücher 

Ein großes Minus verdienen (fast) alle Modelle: Das Bedienungshandbuch ist in dieser Branche so gut wie ausgestorben. Nur Vexia und NavGear tun sich das noch an und legen eine vollständige Anleitung in gedruckter Form bei. Die anderen begnügen sich mit einer schriftlichen Kurzanleitung, manchmal gibt es eine CD bzw. DVD, aber häufig muss man sich eine ausführliche Anleitung von der Hersteller-Homepage herunterladen.

Ohne PC nur eingeschränkt nutzbar 

Der Besitz eines PC inklusive Internetanschluss ist noch aus einem zweiten Grund erforderlich: Auch die Aktualisierung der Karten funktioniert nur via Download aus dem Internet, ebenso das Updaten der Software. Das dürfte wohl nicht allen Käufern eines Navigationsgerätes bewusst sein. Man sollte sich daher vorher überlegen, ob man gegebenenfalls auch mit der eingeschränkten Nutzbarkeit eines Navis ohne PC zufrieden ist.

Grundausstattung und Extras

In puncto Ausstattung zählen einige frühere Extras mittlerweile bei den meisten Geräten zur Grundausstattung: Vor allem TMC (aktuelle Verkehrsinformationen über einige Radiosender) und Spurassistent (frühzeitige optische Darstellung eines nötigen Spurwechsels) sind bereits sehr weit verbreitet. Auch Bluetooth-Freisprecheinrichtungen gibt es in fast der Hälfte der untersuchten Geräte, Voraussetzung für freihändiges Telefonieren ist allerdings ein ebenso bluetooth-fähiges Mobiltelefon. FM-Transmitter (Übertragung der Ansagen des Navis an die Lautsprecher des Autoradios) gibt es nur in drei Fällen.

Spracherkennung im Kommen

Mögen Gyrometer (ungefähre Standortberechnung bei fehlendem GPS-Signal) und Kompass verzichtbar erscheinen, so kann ein Feature gar nicht hoch genug eingeschätzt werden: die Spracheingabe – genauer gesagt, die sprachgesteuerte Adresseneingabe. Immerhin die Hälfte der zwölf „guten“ Geräte ist damit ausgestattet. Man kann auf diese Weise Befehle oder Zieleingaben einfach (laut und deutlich) ansagen. So erspart man sich das Eintippen – was der Fahrer während der Fahrt ja tunlichst vermeiden sollte (ein wichtiger Sicherheitshinweis, den nur wenige Hersteller ihren Kunden vermitteln – siehe eigenes Gruppenurteil in der Tabelle). Vorsicht: Manche Geräte erkennen zwar einige Menübefehle oder bestimmte gespeicherte Adressen, nicht aber jede beliebige Adresse aus der Kartensoftware.

 

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
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Kommentare

  • Testsieger
    von markus71 am 11.05.2010 um 02:37
    Testsieger mit schlechter Halterung im Auto das kann ja nur ein schlechter Witz sein ?!?
  • Fragwürdiger Testsieger
    von termite am 17.02.2010 um 16:25
    Daß bei fast allen Konsument-Navi-Tests ein TomTom-Gerät als Testsieger hervorgeht, wundert mich schon sehr. Insbesonders, daß beim aktuellen Testsieger "die Halterung schlecht hält", was ich - besonders beim Betrieb im Auto (und dafür sind die Navis ja gedacht) sogar als gefährlich einstufen würde.
  • Medion, Sponsoren, Testsieger
    von REDAKTION am 15.02.2010 um 16:46

    Medion: Navigationsgeräte werden - aus Kostengründen - im Rahmen eines internationalen Gemeinschaftstests getestet. Leider gibt es keine 100-prozentige Marktabdeckung. Geräte der Marke Medion, die in der letzten Testserie auf dem Prüfstand standen, waren in Österreich leider nicht erhältlich.

    "Sponsoren": Nein, wir sind nicht bestechlich, wenn Sie das gemeint haben sollten. Die Tests werden nach einem strikten Prüfprogramm durchgeführt. Es wird penibel darauf geachtet, dass es zu keinen Bevorzugungen kommt.

    Testsieger: Bitte berücksichtigen Sie, dass die meisten Geräte relativ eng beisammen liegen. Es sind meist nur ein paar Punkte, die den Erstplatzierten vom Viert- oder Fünftplatzierten trennen. Eine Betrachtung der Detailergebnisse zeigt auch, dass TomTom-Modelle in keinem Bereich überlegen sind, sie haben in allen Bereichen Stärken und Schwächen, nur in der Endabrechnung haben sie gerade einmal die Nase vorne. Dass die Halterung des Erstplatzierten schlecht hält, geht auch in unser Testurteil ein.

    Prüfkriterien: Bedenken Sie bitte, dass angesichts der Vielzahl von Prüfkriterien einzelne Mängel nur mit relativ geringem Gewicht aufs Endurteil durchschlagen. Allein in der Kriteriengruppe "Stabilität Software und Gerät" kommen folgende Kriterien zur Bewertung:

    • - Akkutausch,
    • - Systemabstürze,
    • - Ein-Aus-Schalter,
    • - Stabilität und
    • - Ausführung des Gehäuses und Halters,
    • - Verfügbarkeit von Sicherheitskopien der Kartensoftware,
    • - Kratzfestigkeit der Anzeige,
    • - Haftkraft des Saugfußes.

    Ihre Kriterien: Zusammen gehen all diese Punkte mit lediglich 10 Prozent ins Endurteil ein. Wir raten: Orientieren Sie sich nicht nur nur am Endurteil sondern vergleichen Sie auch die Bewertung jener Kriterien, die Ihnen persönlich wichtig sind.

    Ihr "Konsument"-Team

  • Warum immer TOM-TOM??
    von bernhard33 am 15.02.2010 um 14:11
    S.g. Redaktion Ich bin schon jahrelang Leser des Konsument und habe schon viele Kaufentscheidungen wegen den Tests getroffen. Aber von diesem Test bin ich irgendwie enttäuscht. Ich besitze seit ca 2 Jahren ein Medion Navi (das leider nicht mal getestet wurde) und habe mir zum testen von einem Freund den "Testsieger" von TOM TOM ausgeborgt. Mein Medion gibt präzise Ansagen, ob Kreisverkehr, Abbiegemöglichkeiten oder Spurwechsel. Das TOM TOM Navi ist mit so vielen Situationen einfach überfordert bzw. erst sehr spät dran- besonders im Kreisverkehr- auch ist die Handhabung einfach schlecht und kompliziert-besonders die Halterung. Ich hatte den direkten Vergleich und würde mir nie ein Tom Tom Navi kaufen- deshalb frage ich mich, warum sind "immer" die Tom Ton Geräte so weit vorne in der Liste bzw. Testsieger. Gibt es in diesem Fall vielleicht Sponsoren?? MfG Bernhard
  • Test Navis
    von berger1 am 06.02.2010 um 17:21
    Hallo ! Von den Navigon Geräten können manche ein Fahrtenbuch (wenn auch nicht steuerlich anerkannt) führen. Wie ist das mit den Geräten im Test (nicht nur Navigon) MFG Berger