KONSUMENT.AT - Navigationsgeräte: TomTom, Falk, Medion, Sony, Clarion, Navigon, Garmin, Becker - Navigationsgeräte: TomTom, Falk, Medion, Sony, Clarion, Navigon, Garmin, Becker

Navigationsgeräte: TomTom, Falk, Medion, Sony, Clarion, Navigon, Garmin, Becker

Zielführend

Seite 3 von 4

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 1/2008 veröffentlicht: 28.11.2007

Inhalt

Wie komme ich hin?

Sieht man von diesen „Sonderfällen“ ab, waren die für Kfz-Lenker auf dem Display und via Lautsprecher abgegebenen Fahrempfehlungen im Großen und Ganzen durchaus brauchbar, man kommt also ganz gut von Punkt A nach Punkt B. Allerdings gibt es auch hier verbesserungswürdige Teilaspekte: So führte keines der Geräte um die verkehrsberuhigte Straße auf einer der Testrouten herum (was aber eine erhebliche Zeitersparnis bedeutet hätte); keines zeigte in Tempo-30-Zonen die Höchstgeschwindigkeit an, teilweise wurden die zulässigen Maximalgeschwindigkeiten – etwa in einem Gewerbegebiet oder auf der Landstraße – überhaupt falsch angezeigt, was teuer werden kann, wenn man sich allein auf das Navigationsgerät verlässt. Keine Anzeigen wären hier besser als falsche.

Wo geht’s zum Stau?

Als überwiegend brauchbar erwies sich hingegen der Einsatz des TMC (Traffic-Message-Channel), der von der Mehrzahl der Geräte empfangen und interpretiert werden kann (außer Falk E60 Europe und Garmin nüvi 250W). Diese Meldungen werden kontinuierlich ausgestrahlt und weisen z.B. auf Staus auf der gewählten Route hin – sofern man den „richtigen“ Sender gewählt hat. Andernfalls werden auch weit entfernte, nicht interessierende Streckenabschnitte empfangen. Alle Geräte zeigen diese Meldungen sofort bei Eintreffen am Display an, der betroffene Straßenabschnitt wird farblich hervorgehoben (außer bei Medion GoPal E3215 und GoPal P4410, das die Verkehrsmeldung aber vorliest) und das Gerät schlägt eine Umfahrungsroute vor.

Bei den meisten kann dieser automatische Vorschlag jedoch auch abgeschaltet werden (außer Navigon 5110 und 7110 sowie Sony NV-U92T). Mäßig schnitten in diesem Prüfpunkt die beiden Letztplatzierten des Tests ab, am besten das Medion GoPal P4410.

Was passiert im Tunnel? 

Eine Herausforderung für die Navis sind Tunnelfahrten, da dort kein GPS-Signal empfangen werden kann. Wir erschwerten diese Situation noch, indem wir ein Ziel eingaben, das zur Benutzung einer Ausfahrt im Tunnel zwang, und zusätzlich die Geschwindigkeit in der Röhre im Vergleich zur Strecke davor verringerten – was die Berechnung des aktuellen Standortes zusätzlich komplizierte. Die Mehrzahl der Geräte meisterte diese Situation aber gefällig, besonders das Sony NV-U92T konnte dank eingebautem Beschleunigungssensor durch lückenlos fortgeführte Navigationsangaben überzeugen. Das Clarion MAP 770 hingegen zeigte im Tunnel zwar die Position an, gab aber keine Anweisungen; Blaupunkt und VDO verschlug es nicht nur die Sprache, sie schafften auch keine Positionsanzeige auf dem Bildschirm.

Brauchen Sie Schnickschnack?

Viele Navis sind mit Zusatzfunktionen wie MP3- und Fotowiedergabe ausgestattet. Führende Hersteller haben jedoch durchblicken lassen, den Multimedia-Schnickschnack nicht weiter ausbauen, sondern sich auf die Verbesserung der Kernaufgabe – die Navigation – konzentrieren zu wollen. Wir informieren Sie in der Tabelle dennoch über die entsprechenden Geräte-Fähigkeiten. Auch über das im Navi-Preis inkludierte Kartenmaterial, das bei eventuell erforderlichem Nachkauf erheblich ins Geld gehen kann. Entscheidend ist auch die einfache Handhabung der Geräte, um beim Autofahren nicht abgelenkt zu sein. Voraussetzung dafür ist eine ausführliche Bedienungsanleitung, die wir beim Garmin nüvi 250W weder gedruckt noch auf CD, ja nicht einmal im Internet aufzutreiben vermochten – was uns so bislang nur selten untergekommen ist und was denn auch zur Abwertung des Gerätes führen musste.

Zusammengestellte Routen übertragen

Von Bedeutung mag weiters die Übertragbarkeit von auf dem PC zusammengestellten Routen an das Navigationsgerät sein, welche – im Unterschied zu unserem Test im April – mittlerweile doch einige Navis beherrschen, sowie die Akku-Betriebsdauer, die beim Einsatz im Fußgänger-Modus nicht unterschätzt werden sollte. Es sei denn, man nimmt lieber doch den gedruckten Stadtplan mit in den Urlaub, um auch den Rückweg ins Hotel ganz bestimmt zu finden …

Bewertung

Wertung: 5 von 5 Sternen
1 Stimme
Weiterlesen