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TV-Geräte: LCD- und Plasma

Flachmann ahoi!

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Konsument 5/2007 veröffentlicht: 04.04.2007

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Zoll statt Zentimeter

Übrigens: Während seit mehr als drei Jahrzehnten eigentlich die Verwenung des metrischen Systems im geschäftlichen Umgang vorgeschrieben ist (in Österreich 1871 eingeführt), befleißigen sich die TV-Hersteller – wie die Seeleute – immer noch und ungestraft der angloamerikanischen Maßeinheiten, hol’s der Klabautermann!

Also aufgepasst: 32 Zoll entsprechen 81,28 cm, 37 Zoll sind 93,98 cm, 40 Zoll gleichen 101,6 cm und ein 42-Zoll-Gerät bietet eine Bildschirmdiagonale von 106,60 cm. Doch darauf allein kommt es ohnehin nicht an. Auch das Format der Darstellung spielt eine Rolle: Bei allen Geräten im Test beträgt es 16 (Breite) zu 9 (Höhe). Bei herkömmlichen TV-Apparaten liegt es jedoch bei 4:3. Und in genau diesem Format wird die überwiegende Zahl der Fernsehsendungen auch noch ausgestrahlt – sieht man von Filmen einmal ab. Das hat einschneidende Folgen, die aber häufig – im wahrsten Sinn des Wortes – übersehen werden.

Schwarze Balken

Ein Flachbildschirm zeigt weniger „normales“ Fernsehbild als ein Röhrengerät mit derselben Diagonale; es erscheinen schwarze Balken rechts und links vom Bild, wenn in der Original-Proportion von 4:3 wiedergegeben wird. Dafür verschwinden aber die bislang vom 4:3-Bildschirm her bekannten schwarzen Streifen oben und unten am Bildschirm, wenn ein 16:9-Film läuft. Es kommt also mit darauf an, was man bevorzugt verzerrungs- und verlustfrei flächenfüllend sehen will (denn alle Formatanpassungs-Tricks der Hersteller können nur als solche gewertet werden, solange nicht der wirklich anpassungsfähige Gummi-Fernseher erfunden ist).

Sie können dies bequem in der Tabelle nachprüfen: Spalte „Bildschirmdiagonale gemessen 4:3/16:9“. Wenn Sie sich nun einen Flachmann mit 32 Zoll heraussuchen (das entspricht etwa dem heute als Standard geltenden 80-cm-Röhrengerät im 4:3-Format), dann erkennen Sie unschwer, dass die sichtbare Diagonale des Fernsehbildes bei 4:3-Ausstrahlung auf rund 65 cm „schrumpft“.

Miese Bildqualität und weniger Bild

Während man in diesem Punkt also noch für und wider argumentieren kann, ist das bei der Qualität des empfangenen TV-Signales im herkömmlichen PAL-Format kaum noch möglich: Lediglich 4 der 35 Kandidaten erreichten hier eine Qualitätsstufe, wie sie für alle in unserem letzten Test mitgeprüften Röhrengeräte selbstverständlich war: „gut“.

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