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TV-Markt: Handy-TV, Web-TV, TV am PC, LCD, Plasma, Rückprojektion

Blick in die Zukunft

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Konsument 9/2007 veröffentlicht: 24.08.2007

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TV in der Westentasche

Anfang Juli 2007 wurde ein erster Pilotversuch „mobile tv austria“ für das DVB-H-Verfahren (Handy-TV) mit 1000 Teilnehmern in Wien abgeschlossen. Ziel: brillante Bild- und Tonqualität am Handy und zusätzliche, auf das Handy zugeschnittene Programmangebote.

Aber TV am Handy gibt es doch schon? Richtig! Allerdings via UMTS. Das ähnelt einem Telefongespräch, bei dem statt der Stimme des Gesprächspartners ein TV-Bild übertragen wird. DVB-H hingegen (Digital Video Broadcast-Handheld) gleicht der Rundfunkausstrahlung via Sender, wie man es mittlerweile auch für den digitalen terrestrischen Empfang (DVB-T) oder jenen über Satellit (DVB-S) kennt. Während also UMTS bei starker Nutzung an seine Kapazitätsgrenzen geraten kann („Silvestereffekt“ – versuchen Sie einmal zum Jahreswechsel, eine Handy-Verbindung zustande zu bringen), „hängt“ das DVB-H-Signal „in der Luft“, unabhängig davon, wie viele Teilnehmer es empfangen. Freilich bedarf es zu dessen Empfang auch eines DVB-H-fähigen Handys, von denen es derzeit nur wenige am heimischen Markt gibt.

Zwei konkurrierende Standards: DVB-H und DMB

Mit der Fußball-Europameisterschaft im Juni 2008  soll sich das aber ändern, wünschen sich Politiker, Programmanbieter und Handynetzbetreiber: Österreich könne damit bei Einführung des DVB-H-Standards eine Vorreiterrolle spielen. Der ist nicht unumstritten, weil etwa in Deutschland im konkurrierenden DMB-Standard (Digital Multimedia Broadcasting) gesendet wird (ARD, ZDF, ProSieben, Sat 1, MTV etc.).

TV am PC

Heute kommt praktisch schon jeder Mittelklasse-PC mit einer eingebauten TV-Karte daher. Diese erlaubt Empfang und Aufzeichnung von Fernsehsendungen via Antenne, Kabel oder Satellit. Dabei gibt es Karten für den analogen Empfang von terrestrischem Fernsehen (ein Auslaufmodell) und analogem Kabelfernsehen sowie digitale TV-Karten für Kabelempfang (DVB-C), terrestrischen Empfang (DVB-T) und Satellitenempfang (DVB-S) sowie Kombinationen daraus. Vorteil der digitalen Spielart: Empfangene Signale müssen nicht erst von analog auf digital umgewandelt werden, was die meisten PCs ganz schön hernimmt, sondern können direkt dargestellt und gespeichert werden – in optimaler Qualität. Senderauswahl und Steuerung erfolgen per Software oder Fernbedienung, Bequemlichkeiten wie Aufnahme-Vorprogrammierung und Timeshift sind bei den meisten modernen Karten heute selbstverständlich. Preis: ab etwa 30 Euro.

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