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Puppe: "My friend Cayla"

Wanze im Kinderzimmer

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veröffentlicht: 06.12.2016, aktualisiert: 17.02.2017

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Spezialist für Spracherkennungssoftware

Alles, was das Kind zur Puppe sagt, wird an das in den USA ansässige, auf Spracherkennungssoftware spezialisierte Unternehmen Nuance Communications weitergegeben. Wobei sich auch diese Firma das Recht vorbehält, die Information mit Dritten zu teilen und zu einer Vielzahl von Zwecken zu verwerten.

Aufdringliche Produktwerbung

Obendrein plappern die Spielzeuge vorprogrammierte Sätze, die beim Vermarkten von Produkten behilflich sind, mit denen die Herstellerfirmen Deals abgeschlossen haben. So erzählt Cayla gerne, wie sehr sie Arielle, die Meerjungfrau mag, wohl vor allem deshalb weil der App-Entwickler ToyQuest eine Kooperation mit Disney unterhält.

Kinder als Versuchskaninchen

Vom Kauf der Puppe wird tunlichst abgeraten. Sie birgt all die Probleme in sich, die sinnbildlich für den schnell wachsenden Markt der interaktiven Spielzeuge bzw. der vernetzten (Haushalts-)Geräte im Allgemeinen stehen. Deren Herstellern fehlt meist sowohl das Interesse an als auch die Erfahrung mit der sicheren Internetnutzung. Für solche nicht ausreichend erprobte Produkte sollten Konsumenten – und speziell Kinder – keinesfalls als Versuchskaninchen herhalten.

Begrenzte Spielfreude

Auch abseits aller bereits genannten Probleme hat uns My Friend Cayla nicht wirklich überzeugt, weil das Konzept insgesamt schlecht umgesetzt ist. Details dazu sowie ein Video finden Sie in unserem aktuellen Blogbeitrag.

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