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Elektronische Werbemails

Spam - die Geißel des Internet

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Konsument 9/2002 veröffentlicht: 22.08.2002, aktualisiert: 10.09.2002

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2. Einsatz von Anti-Spam-Software

Diese gibt es (meist in englischer Sprache) wie Sand am Meer, zum Teil sogar kostenlos aus dem Internet downzuloaden (z.B. von http://www.webattack.com/Freeware/comm/fwspam.shtml ). Allerdings verhindert sie nicht, dass Spams an Sie adressiert werden. Ebenso wie ein Spikereifen nicht die Entstehung von Glatteis verhindert. Sie versucht lediglich, eingetroffene Spams anhand bestimmter Regeln „zu erkennen“ und einer besonderen Behandlung zuzuführen: Das kann das Verschieben in einen dafür vorgesehenen Ordner auf Ihrem PC sein oder das Löschen vom Server Ihres Providers, noch bevor die Nachricht in Gänze an Ihren PC übertragen wurde. Eine nennenswerte Ersparnis an Online-Zeit ist damit kaum verbunden. Die Gefahr hingegen, dass an sich erwünschte Mails gleichfalls „sonderbehandelt“ werden, ist gegeben – und real, wie der Autor in jüngster Vergangenheit wiederholt feststellen musste. Durch unsachgemäße Konfiguration dieser Software kann es dazu kommen, dass ganze Absender-Domains (also Adressenbereiche RECHTS vom „@“, wie ...@ihrprovider.at) von der Nachrichtenzustellung abgeblockt werden. Dies gilt übrigens uneingeschränkt auch für die in den meisten Mailprogrammen enthaltene Möglichkeit des Erstellens von Filterregeln für diesen Zweck („Wenn eine Mail X kommt, die das Kriterium Y aufweist, dann mache damit Z“). Beide Varianten (Anti-Spam-Software wie auch Filterregeln in Mailprogrammen) scheinen somit nur für fortgeschrittene PC-Anwendern geeignet und selbst diesen sei das ausgiebige Testen vor „richtiger“ Anwendung empfohlen.

Und was ist mit einer „Robinson-Liste“?

Eine solche gibt es. Sie wird von der „Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR)“ (www.tkc.at) im Auftrag des Gesetzgebers geführt. Jeder Osterreicher kann sich darauf eintragen lassen. Unternehmen, die Massenmails versenden, sind gehalten, in dieser Liste eingetragene User mit ihren Aussendungen zu verschonen. Nur: Österreichischen Unternehmen wird diese Liste von der RTR (zu 100 Prozent in der Hand des Bundes) nicht zur Verfügung gestellt, da Massenmails hier zu Lande ohnehin verboten sind. Ausländische Unternehmen erhalten diese Liste dafür problemlos auf Faxantrag und ohne dass eine Prüfung ihrer internetmäßigen Rechtschaffenheit erfolgt. Damit dürfte sich diese „Robinsonliste“ nahtlos den oben aufgezählten Spammer-Quellen für das „Saugen“ von E-Mail-Adressen hinzufügen lassen – sogar „amtlich verifiziert“...

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Kommentare

  • tkc.at
    von kobanitsch am 22.03.2010 um 17:06
    Ihr link www.tkc.at scheint nicht zu stimmen, da dies lediglich ein Internetportal zum Shopping ist. Bitte richtigen Verweis anführen danke