KONSUMENT.AT - Handy: Wasserschäden reparieren - Schadensdiagnose kostet meist etwas

Handy: Wasserschäden reparieren

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KONSUMENT 2/2014 veröffentlicht: 30.01.2014, aktualisiert: 25.09.2014

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Schadensdiagnose kostet meist etwas

Immerhin sechs Betriebe boten von sich aus (ohne ausdrückliche Nachfrage) an, die Prüfung der Reparierbarkeit kostenlos durchzuführen. "Wir können uns Ihr Handy ansehen. Wenn sich das Handy nicht mehr reparieren lässt, müssen Sie auch nichts bezahlen", so die erfreuliche Botschaft von Handy Millennium in Krems. In den meisten Fällen wurde allerdings keine Angabe dazu gemacht; man muss wohl mit einem mehr oder weniger hohen Betrag für die Diagnose rechnen – 10 bis 20 Euro wurden in einigen Fällen genannt.

Reparieren verboten?

Auf der anderen Seite hat doch eine Reihe von Servicebetrieben eine Reparatur klipp und klar abgelehnt, und das mit teils kühnen Begründungen. Eine niederösterreichische Firma ließ uns wissen: "Wasserschäden ­werden von keiner Firma mehr repariert, da meistens das Handy innen oxidiert und ­später nach der Reparatur wieder nicht funktioniert." Dem steht nicht nur die Auffassung vieler Mitbewerber entgegen, sondern auch die Einschätzung von Experten. Ob eine ­Reparatur sich noch lohnt, hängt ­davon ab, wie tief die Feuchtigkeit eingedrungen ist. Oft reicht eine Reinigung des Innenlebens; Oxidationsspuren oder Staub können mit einer Bürste entfernt bzw. weggeblasen werden.

Folgeschäden nicht ausschließbar

Manche bekennen erstaunlich offen, was ­hinter der Ablehnung steckt: So bedauerte eine Firma aus Oberösterreich: "Als Service Partner des Herstellers X müssen wir uns an dessen Richtlinien halten und dürfen keine Feuchtigkeitsschäden reparieren." Argumentiert wird das mit den möglichen Folgeschäden: Man könne eben nicht ausschließen, dass das ­Handy später wieder nicht funktioniere, aufgrund der Gesetzeslage müsse man aber ­Gewährleistung bieten.

Gewährleistung verweigern

Ganz logisch ist diese sture Haltung nicht, denn wenn bei Neugeräten jegliche Gewähr­leistung abgewiesen werden kann, sobald ein Feuchtigkeitseintritt festgestellt wurde, könnte man natürlich auch bei Reparatur­leistungen so vorgehen: Funktioniert das Handy nach der Reparatur nicht und ist dies auf einen Feuchtigkeitseintritt zurückzuführen, erlischt die ­Gewährleistungspflicht.

Und im Übrigen ­beweisen Dutzende Servicebetriebe Tag für Tag, dass auch Handys mit Wasserschaden repariert werden können ...

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Kommentare

  • Alcatel Seniorenhandy
    von REDAKTION am 04.02.2014 um 14:59

    S.g. Herr Prenner,

    Ohne nähere Informationen können wir das leider nicht beantworten. Bitte senden Sie uns den Servicebericht zu: leserbriefe@konsument.at.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Alcatel Seniorenhandy
    von Prenner1 am 02.02.2014 um 15:09
    Ich habe mir am 23. Dezember im Media Markt, in der SCS ein Alcatel 2001X Seniorenhandy gekauft. Leider ging von Anbeginn an das Radio nicht einwandfrei. Mit jedem neu Einschalten musste ich vorher die Batterie entfernen! Und wenn ich das Handy im Auto (mit Bluetooth)verwenden will, gibt es an Stelle des Radioprogrammes nur mehr ein lautes Rauschen! Die Firma schickte das Handy als Reklamation ein und nach 14 Tagen bekam ich es unrepariert mit dem Hinweis: "Fehler nicht nachvollziehbar" zurück. Dieses Handy hat sehr große Ziffern, große Buchstaben, sowie den Radio (wenn er funktionieren würde) ohne Kopfhöreranschluss! Bitte wer kann mir da weiterhelfen? Ich habe bereits 7 neue Geräte geprüft, alle haben offensichtlich diesen Softwarefehler! mfg Helmuth Prenner