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Internet sicher nutzen: Browser-Erweiterungen

Verfolger abschütteln

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KONSUMENT 3/2016 veröffentlicht: 25.02.2016

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Adblock Plus

Millionen von Nutzern weltweit möchten nicht mehr auf Adblock Plus vom Anbieter Eyeo GmbH verzichten. Einmal installiert, macht der bei Weitem beliebteste aller Werbe­blocker Schluss mit lästigen ­Bannern und Fenstern auf Internetseiten ­sowie im Vorspann von YouTube-Videos. In der Status- bzw. Symbolleiste des Browsers scheint dauer­haft ein rotes Symbol in Form eines Stoppschildes auf, welches das Kürzel ABP zeigt.

Symbol hinzufügen

Sollte das Symbol nicht zu sehen sein, dann muss man es im Firefox nach Klick auf die drei Balken und »Anpassen« mit dem Mauszeiger in die Leiste hinaufziehen. Die Statusleiste des Internet Explorers wird ­unten eingeblendet, wenn man mit der ­Alt-Taste das Menü aufruft und dort auf »Ansicht/Symbolleisten/Statusleiste« klickt. Im Chrome-Browser sollte das Problem erst gar nicht auftreten.

Nicht aufdringliche Werbung durchlassen ...

Es wäre allerdings zu viel verlangt, wenn wir diesmal kein Aber hinzufügen müssten. Ähnlich wie bei den Anbietern von kostenlosem Virenschutz ( Virenscanner: Datenschutz 12/2015 ) hat man sich auch bei Adblock Plus auf die Suche nach Einnahmemöglichkeiten gemacht. Als Ergebnis kreierte man den Begriff "nicht aufdringliche Werbung" im Sinne von Werbeeinblendungen, die den Nutzern nach Auffassung von Adblock Plus zumutbar sind.

Hinzu kommt: Es gibt Unternehmen, die dafür zahlen, dass ihre Anzeigen von dem Werbe­blocker auf jeden Fall durchgelassen werden. Das hat Adblock Plus viel Kritik eingebracht. Andererseits darf man nicht vergessen, dass das generelle Blockieren von Werbung beispielsweise die Zeitungen wirtschaftlich unter Druck bringt, die in großem Ausmaß auf Inserateneinnahmen angewiesen sind. Die deutsche "Bild" hat sogar zur Selbsthilfe gegriffen und verwehrt Nutzern von Adblock Plus den Zugriff auf ihre Seiten.

... oder ausblenden

Die Werbewirtschaft selbst ist ebenfalls ins Grübeln geraten und denkt über neue Formen der Online-Werbung nach, die von den Nutzern eher akzeptiert werden könnten. Die Frage ist also, ob man nicht nach dem Motto "leben und leben lassen" Werbe­einblendungen auf bestimmten Seiten doch zulassen möchte. Genauso hat man aber auch die Möglichkeit, die Option der "nicht aufdringlichen Werbung" zu deaktivieren.

Leider sind die browserspezifischen Adblock-Plus-Versionen in der Bedienung und im Funktionsumfang nicht einheitlich. Schauen wir uns die Browser der Reihe nach an.

Firefox

Stellt man den Maus­zeiger auf das Symbol, erscheint ­eine (kurze) Statistik. Ein Links- klick öffnet ein Menüfenster, in dem man Adblock Plus unter anderem für die gesamte Website oder für eine einzelne Seite deaktivieren kann. Interessant sind weiters die Filtereinstellungen. Hier muss man im Normalfall keine Änderungen vornehmen – außer, dass man eventuell das Häkchen vor "Einige nicht aufdringliche Werbung zulassen" entfernt. Danach klickt man auf »Schließen«.

Chrome

Ein Linksklick öffnet ein Fenster mit einer (sehr kurzen) Statistik. Hier gelangt man auch zu den Optionen, wo man unter dem Kartei­reiter »Filterlisten« das Häkchen vor ­„Einige nicht aufdringliche Werbung ­zulassen“ auf Wunsch entfernen kann. Die ­übrigen Einstellungen lässt man am besten ­unverändert. Unter dem Reiter »Ausnahmen« kann man Internet­adressen eintragen, um ­Adblock Plus dort zu deaktivieren.

Internet Explorer

Dieser Ver­sion von Adblock Plus merkt man an, dass sie – wie der Browser selbst – nicht mehr ganz aktuell ist. Ein Linksklick öffnet ein Menüfenster, in dem man den Werbeblocker gezielt für die aufge­rufene Website deaktivieren kann. Hier kann man weiters die Einstellungen aufrufen. Die vorausgewählte Filterliste belässt man unverändert und entfernt auf Wunsch das Häkchen vor der Option "Einige nicht aufdringliche Werbung zulassen". Wenn man möchte, kann man auch hier die Adressen jener Websites eintragen, auf denen Werbeeinblendungen zugelassen ­werden sollen.

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Kommentare

  • Tracking durch Adblock Plus und Ghostery
    von REDAKTION am 13.04.2016 um 13:35
    Ja, sie tun es, genau so wie auch die Virenschutzprogramme anonymisierte Nutzerdaten erheben und weiterverkaufen. Unsere Daten sind die Gegenleistung für die Nutzung der kostenlosen Angebote im Internet. Abgesehen davon, dass man die Einblendung "nicht aufdringlicher Werbung" bzw. Ghostrank manuell deaktivieren kann, ist es unserer Meinung nach immer noch besser, wenn man weiß, dass ein als zuverlässig anzusehendes Unternehmen die Daten sammelt als dass dies durch eine unüberschaubare Vielzahl von Unternehmen geschieht, die über das ganze Internet verteilt ihre Zählpixel etc. setzen. Ihr KONSUMENT-Team
  • Adblock Plus und Ghostery tracken selbst
    von 4gabriel am 13.04.2016 um 13:17
    Ich möchte darauf hinweisen, dass beide Addons selber den Benutzer tracken und die Daten an die Werbeindustrie verkaufen. Ghostery lässt sich sogar dafür bezahlen bestimmte Werbung durchzulassen. http://derstandard.at/1371169873682/Ghostery-Anti-Tracking-Tool-in-der-Kritik https://www.youtube.com/watch?v=_8FPbkq0O5s http://www.mobilegeeks.de/adblock-plus-undercover-einblicke-in-ein-mafioeses-werbenetzwerk/?ModPagespeed=noscript
  • Safari
    von REDAKTION am 26.02.2016 um 07:04

    Sie haben recht. Adblock Plus und Ghostery gibt es auch für Safari. Auf mehrfachen Leserwunsch werden wir die Informationen zu den wichtigsten Einstellungsmöglichkeiten von Safari in KONSUMENT 4/2016 nachtragen.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Browsertest
    von richim50 am 25.02.2016 um 22:23
    Schade nur daß Sie "Safari" nicht erwähnen. Wäre vielleicht auch interessant. Gibt es auch mit Adblocker.
  • Werbung auf Internetseiten
    von Grouper am 25.02.2016 um 13:30
    wäre ja nicht so schlimm, wenn sie daherkäme wie vor einigen Jahren: Als statische Einblendung. Leider ist die nimmersatte Werbewirtschaft dazu übergegangen, sich bewegende Objekte und sogar komplette Videos einzublenden, die 1. nerven, und 2. eine Menge Daten herunterladen und 3. Resourcen im RAM und in der CPU belegen, so daß, speziell ältere, Rechner die Patschen strecken. Vernünftige, resourchenschonende Werbung ja das was sich speziell die Onlineausgaben von vielen Zeitungen derzeit erlauben, NEIN.