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Internet sicher nutzen: Browser-Erweiterungen

Verfolger abschütteln

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KONSUMENT 3/2016 veröffentlicht: 25.02.2016

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Ghostery

Die KONSUMENT-Ausgabe 3/2016 war gerade frisch aus der Druckerei gekommen, da gab der Entwickler des nachstehend beschriebenen Add-ons Ghostery eine deutlich überarbeitete Version für den Firefox frei. Zugleich lief auf den anderen Browsern vorerst noch die alte Version. Da wir den weiteren Zeitplan nicht kennen und zugleich die allgemeinen Aussagen immer noch stimmen, haben wir hier den Text der Printausgabe unverändert übernommen und unter der Überschrift "Das neue Ghostery" einen zusätzlichen Abschnitt eingefügt.

Der Hauptzweck des Add-ons mit dem ­blauen Gespensterlogo ist das Unterbinden von ­Tracking aller Art, also der Nachverfolgung von Internetaktivitäten. Tracking kann mittels Analysetools wie Google Analytics erfolgen, aber auch durch sogenannte Zählpixel, die sich hinter Werbebannern oder ­hinter den "Teilen"-Buttons sozialer Netzwerke wie Face­book oder Twitter verbergen.

Internet Explorer: Funktionsumfang eingeschränkt

Für Firefox und Chrome können Sie Ghostery wie oben beschrieben über die internen Links finden und installieren. Im Fall des ­Internet Explorers ist es zwar möglich, ­Ghostery über die englischsprachige Seite www.ghostery.com herunterzuladen (und später auch die Sprache auf Deutsch umzustellen), allerdings funktioniert das Add-on seit einiger Zeit nicht mehr zufriedenstellend, weil – offenbar aufgrund von Inkompatibili­täten – der Funktionsumfang eingeschränkt ist. Man sollte hier auf den integrierten ­Tracking-Schutz zurückgreifen (siehe Kapitel "Internet Explorer: Listen installieren").

Rundgang durchführen

Nach der Installation von Ghostery öffnen sich im Browser automatisch zwei Fenster bzw. Tabs. Die Umfrage ("survey") können Sie ignorieren. Wichtig ist zunächst der "Rundgang", der mit der Einführung beginnt. Klicken Sie auf »Weiter« und wählen Sie auf der zweiten Seite im Zweifelsfall die weiße Schalt­fläche »Nein, danke«. Andererseits ist es schon eine Überlegung wert, Ghostery durch die anonyme Datenübertragung zu ­unter­stützen, denn auch dieses Unternehmen muss sich ja irgendwie finanzieren. Wie auch immer Sie sich entscheiden: Klicken Sie danach auf »Weiter« und ­aktivieren Sie auf der Seite "Berechtigungen" das Warnfeld durch Anklicken des Kästchens.

Klicken Sie neuerlich auf »Weiter«. Sie gelangen zu einer wichtigen Seite, wo es um die Frage geht, was ­genau blockiert werden soll. Die richtige Antwort ist der Klick auf »Alles auswählen«. Das setzt in der unterhalb angeführten Liste alle fünf Häkchen. Im Browserfenster erscheint ein schwarzer Balken mit dem Hinweis, dass auch neue Tracker blockiert ­werden. Klicken Sie auf »Hört sich gut an!« sowie ein letztes Mal auf »Weiter«.

Kleine Anpassungen in den Optionen

Was noch zu tun bleibt: Klicken Sie auf das (vermutlich noch graue) Gespenst in der Menü­leiste und lesen Sie – wenn Sie möchten – die Schulung durch. Schließen Sie diese, kli­cken Sie auf das nun sichtbare Zahnradsymbol im Ghostery-Fenster und dann auf »Optionen«. Unter dem Karteireiter »All­gemein« haben Sie nochmals die Möglichkeit, Ghostery mit anonymen Daten über Tracking-Elemente und Internetseiten, auf denen sie gefunden wurden, zu versorgen. Andernfalls lassen Sie das Kästchen vor "Ghostrank aktivieren" leer.

Automatische Aktualisierung der Tracker-Bibliothek

Der nächste Punkt, die automatische Aktualisierung der Tracker-Bibliothek, sollte angehakt bleiben. Die Blockieroptionen bleiben ebenfalls zunächst unberührt, im Zuge der Installation haben Sie hier ja bereits auf »Alles auswählen« geklickt. Unter dem Reiter »Erweitert« belassen Sie am besten alle Voreinstellungen. Änderungen können Sie später immer noch vornehmen. Nur die Anzeigedauer des Warnfeldes können Sie bereits jetzt auf 10 oder 5 Sekunden herabsetzen. Die standardmäßigen 15 Sekunden sind in der Praxis eindeutig zu lang. Klicken Sie nun unten auf die Schalt­fläche »Speichern« und surfen Sie los.

Tracker analysieren und zulassen

Das Gespenstersymbol wird bald eine blaue Farbe annehmen und in einem kleinen Feld eine Zahl anzeigen. Ein Klick darauf öffnet die Liste der gefundenen und blockierten (= durchgestrichenen) Elemente. Sie können hier mehr zu den einzelnen Trackern erfahren, sie auf der aktuellen Website vorübergehend oder dauerhaft zulassen und sie auch wieder blockieren (nicht vergessen: jedes Mal via Ghostery die Seite neu laden!).

Um ein Element generell zuzulassen, müssen Sie es hingegen in den Einstellungen über das Suchfeld aufrufen und den Haken entfernen. Das kann manchmal nötig sein, wenn Sie z.B. Videos oder Bildergalerien ansehen ­möchten, für die ein bestimmter Anbieter die dahinterstehende Technologie bereitstellt.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
11 Stimmen
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Kommentare

  • Tracking durch Adblock Plus und Ghostery
    von REDAKTION am 13.04.2016 um 13:35
    Ja, sie tun es, genau so wie auch die Virenschutzprogramme anonymisierte Nutzerdaten erheben und weiterverkaufen. Unsere Daten sind die Gegenleistung für die Nutzung der kostenlosen Angebote im Internet. Abgesehen davon, dass man die Einblendung "nicht aufdringlicher Werbung" bzw. Ghostrank manuell deaktivieren kann, ist es unserer Meinung nach immer noch besser, wenn man weiß, dass ein als zuverlässig anzusehendes Unternehmen die Daten sammelt als dass dies durch eine unüberschaubare Vielzahl von Unternehmen geschieht, die über das ganze Internet verteilt ihre Zählpixel etc. setzen. Ihr KONSUMENT-Team
  • Adblock Plus und Ghostery tracken selbst
    von 4gabriel am 13.04.2016 um 13:17
    Ich möchte darauf hinweisen, dass beide Addons selber den Benutzer tracken und die Daten an die Werbeindustrie verkaufen. Ghostery lässt sich sogar dafür bezahlen bestimmte Werbung durchzulassen. http://derstandard.at/1371169873682/Ghostery-Anti-Tracking-Tool-in-der-Kritik https://www.youtube.com/watch?v=_8FPbkq0O5s http://www.mobilegeeks.de/adblock-plus-undercover-einblicke-in-ein-mafioeses-werbenetzwerk/?ModPagespeed=noscript
  • Safari
    von REDAKTION am 26.02.2016 um 07:04

    Sie haben recht. Adblock Plus und Ghostery gibt es auch für Safari. Auf mehrfachen Leserwunsch werden wir die Informationen zu den wichtigsten Einstellungsmöglichkeiten von Safari in KONSUMENT 4/2016 nachtragen.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Browsertest
    von richim50 am 25.02.2016 um 22:23
    Schade nur daß Sie "Safari" nicht erwähnen. Wäre vielleicht auch interessant. Gibt es auch mit Adblocker.
  • Werbung auf Internetseiten
    von Grouper am 25.02.2016 um 13:30
    wäre ja nicht so schlimm, wenn sie daherkäme wie vor einigen Jahren: Als statische Einblendung. Leider ist die nimmersatte Werbewirtschaft dazu übergegangen, sich bewegende Objekte und sogar komplette Videos einzublenden, die 1. nerven, und 2. eine Menge Daten herunterladen und 3. Resourcen im RAM und in der CPU belegen, so daß, speziell ältere, Rechner die Patschen strecken. Vernünftige, resourchenschonende Werbung ja das was sich speziell die Onlineausgaben von vielen Zeitungen derzeit erlauben, NEIN.