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Internet sicher nutzen: Browser-Erweiterungen

Verfolger abschütteln

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KONSUMENT 3/2016 veröffentlicht: 25.02.2016

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Das neue Ghostery

Da Ghostery Updates selbsttätig durchführt, wurde bei uns auch die neue Version automatisch unter Firefox installiert. Wer mit dem Add-on bereits Erfahrungen hat, wird feststellen, dass es sehr wohl wiedererkennbar ist, die Änderungen aber mehr als nur kosmetischer Natur sind.

Unverändertes Symbol

Unverändert geblieben ist das Gespenstersymbol in der Symbolleiste des Browsers, das seine Farbe von Grau auf Blau verändert, sobald zu blockierende Elemente gefunden wurden. Deren Anzahl wird ebenfalls eingeblendet. Klicken Sie auf das Gespenstersymbol, dann öffnet sich ein Fenster, auf das wir gleich noch eingehen werden. Klicken Sie zunächst neben „Tracker-Übersicht“ auf die drei senkrechten Punkte und wählen Sie ≫Mein Ghostery≪ um zu den Einstellungen zu gelangen.

Die Einstellungen

Hier können Sie unter ≫Allgemein≪ Ghostery bei Bedarf vollständig abschalten („Ghostery ist aktiviert/deaktiviert“), ohne dass Ihre Einstellungen verloren gehen (den gleichen Schalter finden Sie im oben genannten Fenster). Im Normalfall bleibt Ghostery natürlich aktiviert.

Tracker-Übersicht

Unter „Tracker-Übersicht“ aktivieren Sie – falls nicht ohnehin voreingestellt – die automatische Aktualisierung der Tracker-Bibliothek. Die Benachrichtigungen über neue Tracker zu erhalten ist nicht zwingend notwendig und kann individuell eingestellt werden.

Tracker-Optionen

Bei den „Tracker-Optionen“ ist es sinnvoll, neue Tracker standardmäßig zu blockieren, also das Häkchen gesetzt zu lassen. Entfernen können Sie es hingegen vor der Option „Tracker zulassen, die von den Website-Betreibern erstellt wurden“.

Hilfe bei Unklarheiten

„Interaktive Tracker hervorheben“ ist eine sinnvolle Funktion, weil man von selbst meist nicht sofort erkennen kann, welcher davon zwingend notwendig ist, um bestimmte (oft multimediale) Angebote auf einer Seite nutzen zu können. Ebenfalls sinnvoll ist es, blockierte Schaltflächen von Faceboo, Twitter und Co. durch das Geist-Symbol zu ersetzen. Dann können Sie sie auf Wunsch immer noch gezielt verwenden, indem Sie darauf klicken. Beide Häkchen sollten also gesetzt sein. „Ghostery unterstützen“, indem Sie der anonymen Datenweitergabe zustimmen, ist löblich, aber nicht zwingend erforderlich. Entscheiden Sie selbst!

Verzichtbare Informationsblase

Verzichten können Sie im Grunde auf das neu gestaltete Benachrichtigungsfenster, das jetzt in eine Informationsblase verwandelt wurde. Sie ist dadurch dezenter geworden, zeigt aber auf den ersten Blick nur noch die Anzahl blockierter Elemente. Erst ein Klick darauf öffnet eine Liste, man gelangt aber über die Blase nicht zu den Einstellungen. Möchten Sie die Informationsblase trotzdem verwenden, dann genügt üblicherweise eine Einblendzeit von fünf Sekunden. Ganz unten haben Sie dann noch die Wahl, ob Sie Informationen zu Ghostery-Produkten bekommen möchten oder lieber nicht.

Alles blockieren

Wenn Sie im Browserfenster oben zu den ≫Blockieroptionen≪ wechseln, dann sollten Sie dort am besten ≫Alle Kategorien blockieren≪. Diese Kategorieeinteilung ist gegenüber der Vorgängerversion von Ghostery um einiges differenzierter geworden. Im Suchfeld können Sie gezielt nach Trackern suchen, wenn Sie auf die drei vertikalen Punkte klicken, können Sie sich z.B. die zugelassenen Tracker in den einzelnen Kategorien auflisten lassen und sie dort bei Bedarf wieder blockieren.

Weiße und schwarze Liste

Unter ≫Vertrauenswürdige≪ bzw. ≫Eingeschränkte Websites≪ können Sie Internetadressen hinzufügen. Es handelt sich um die übliche "weiße" bzw. "schwarze Liste". Diese Listen können auch über das Fenster befüllt werden, welches  nach dem Klick auf das Gespenstersymbol aufscheint. Kehren wir nun dorthin zurück.

Das Übersichtsfenster

Standardmäßig erhält man hier eine Übersicht über die gefundenen Tracker. Sie können nun auf den Kreis links oder auf einen der Tracker klicken, um zu weiteren Details zu gelangen und um einzelne Tracker oder ganze Kategorien gezielt allgemein zuzulassen oder zu blockieren, oder nur für die aufgerufene Website zuzulassen oder zu blockieren. Damit die gewünschten Änderungen gültig werden, müssen Sie durch Klick auf den unteren roten Bereich des Fensters die Seite neu laden.

Synchronisation möglich

Es ist jetzt übrigens auch möglich, bei Ghostery ein Konto zu erstellen und die persönlichen Einstellungen via Internet zwischen verschiedenen Geräten zu synchronisieren. Eine praktische Sache, sofern man keine Hemmungen hat, wieder ein Stück mehr von sich persönlich preiszugeben.

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
11 Stimmen
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Kommentare

  • Tracking durch Adblock Plus und Ghostery
    von REDAKTION am 13.04.2016 um 13:35
    Ja, sie tun es, genau so wie auch die Virenschutzprogramme anonymisierte Nutzerdaten erheben und weiterverkaufen. Unsere Daten sind die Gegenleistung für die Nutzung der kostenlosen Angebote im Internet. Abgesehen davon, dass man die Einblendung "nicht aufdringlicher Werbung" bzw. Ghostrank manuell deaktivieren kann, ist es unserer Meinung nach immer noch besser, wenn man weiß, dass ein als zuverlässig anzusehendes Unternehmen die Daten sammelt als dass dies durch eine unüberschaubare Vielzahl von Unternehmen geschieht, die über das ganze Internet verteilt ihre Zählpixel etc. setzen. Ihr KONSUMENT-Team
  • Adblock Plus und Ghostery tracken selbst
    von 4gabriel am 13.04.2016 um 13:17
    Ich möchte darauf hinweisen, dass beide Addons selber den Benutzer tracken und die Daten an die Werbeindustrie verkaufen. Ghostery lässt sich sogar dafür bezahlen bestimmte Werbung durchzulassen. http://derstandard.at/1371169873682/Ghostery-Anti-Tracking-Tool-in-der-Kritik https://www.youtube.com/watch?v=_8FPbkq0O5s http://www.mobilegeeks.de/adblock-plus-undercover-einblicke-in-ein-mafioeses-werbenetzwerk/?ModPagespeed=noscript
  • Safari
    von REDAKTION am 26.02.2016 um 07:04

    Sie haben recht. Adblock Plus und Ghostery gibt es auch für Safari. Auf mehrfachen Leserwunsch werden wir die Informationen zu den wichtigsten Einstellungsmöglichkeiten von Safari in KONSUMENT 4/2016 nachtragen.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Browsertest
    von richim50 am 25.02.2016 um 22:23
    Schade nur daß Sie "Safari" nicht erwähnen. Wäre vielleicht auch interessant. Gibt es auch mit Adblocker.
  • Werbung auf Internetseiten
    von Grouper am 25.02.2016 um 13:30
    wäre ja nicht so schlimm, wenn sie daherkäme wie vor einigen Jahren: Als statische Einblendung. Leider ist die nimmersatte Werbewirtschaft dazu übergegangen, sich bewegende Objekte und sogar komplette Videos einzublenden, die 1. nerven, und 2. eine Menge Daten herunterladen und 3. Resourcen im RAM und in der CPU belegen, so daß, speziell ältere, Rechner die Patschen strecken. Vernünftige, resourchenschonende Werbung ja das was sich speziell die Onlineausgaben von vielen Zeitungen derzeit erlauben, NEIN.