KONSUMENT.AT - Internet sicher nutzen: E-Mails - Vorsichtsmaßnahmen

Internet sicher nutzen: E-Mails

Risiko im Anhang

Seite 4 von 5

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 5/2016 veröffentlicht: 28.04.2016, aktualisiert: 06.05.2016

Inhalt

Vorsichtsmaßnahmen

Die nachfolgend beschriebenen Vorkehrungen berücksichtigen die eben genannten Fälle. Manches ist in den gängigen Programmen und Betriebssystemen mittlerweile standardmäßig voreingestellt. Sie sollten sich aber ­sicherheitshalber davon überzeugen. Und grundsätzlich gilt: Halten Sie die gesamte Software immer auf dem aktuellen Stand und installieren Sie einen Virenschutz.

1. Verhindern Sie, dass Bilder und Grafiken automatisch heruntergeladen werden.

  • Outlook: »Datei/Optionen/Trust Center (­früher: Sicherheitscenter)/Einstellungen für das Trust Center/Automatischer Download«. "Bilder in HTML-Mails oder RSS-Elementen nicht automatisch herunterladen" aktivieren. Ebenfalls im Trust Center unter »E-Mail-Sicherheit« die Option "Standard-Nach­richten im Nur-Text-Format lesen" anhaken. Unter »Datei/Optionen/E-Mail« ganz unten bei "Nach dem Verschieben oder Löschen eines geöffneten Elements" die Option ­"Zurück zum aktuellen Ordner" einstellen.
  • Windows Live Mail: »Datei/Optionen/Sicher­heitsoptionen/Sicherheit«. "Bilder und andere externe Inhalte in HTML-E-Mails ­blockieren". Außerdem unter »Optionen/ E-Mail« vor "Nachrichten im Vorschaufenster automatisch herunterladen" sowie vor "Alle Nachrichten als Nur-Text lesen" Haken ­setzen.
  • Mail-App (Windows 10): »(Zahnrad­symbol)/Lesen«. "Nächstes Element automatisch ­öffnen": Aus; „Externe Bilder und Formate automatisch herunterladen“: Aus.
  • Apple Mail: »Mail/Einstellungen/Dar­stellung«. Hier muss "Entfernte Inhalte in Nachrichten laden" deaktiviert sein.

2. Verzichten Sie auf das Vorschaufenster (Lesebereich) und auf die Nachrichtenvorschau, denn auch so können bestimmte Viren auf Ihren Computer gelangen.

  • Outlook: Unter dem Karteireiter »Ansicht« können Sie für jeden Ordner einzeln die ­Optionen festlegen. Besser keine Vorschau verwenden Sie für: Posteingang, Junk-E-Mail (Spam) und Gelöschte Elemente.
  • Windows Live Mail: Unter »Ansicht« lässt sich der Lesebereich für sämtliche Ordner ein- und ausblenden.
  • Mail-App (Windows 10): Die Vorschau lässt sich zwar nicht ausblenden, aber E-Mails ­lassen sich ungeöffnet löschen.
  • Apple-Mail: Das Vorschaufenster lässt sich mit dem Mauszeiger nach links bzw. rechts ziehen, also öffnen und schließen. Unter »Mail/Einstellungen/Darstellung« setzen Sie die Listenansicht (= Nachrichtenvorschau) auf "Keine".

3. Aktivieren Sie auf Ihrem privaten Account keinesfalls automatische Antworten oder Abwesenheitsnotizen. Sie bestätigen dadurch lediglich den Absendern von Spam-Mails, dass Ihre E-Mail-Adresse gültig ist.

4. Makros sollten in den Office-Programmen von Microsoft standardmäßig blockiert sein. Kontrollieren Sie unter »Datei/­Optionen/Trust Center/Einstellungen/Ein­stellungen für das Trust Center«, ob die ­Option "Alle Makros mit Benachrichtigung deaktivieren" markiert ist.

5. Eine Möglichkeit zum relativ sicheren Öffnen unbekannter Anhänge ist Sandboxie .

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
16 Stimmen
Weiterlesen

Kommentare

  • Verschlüsselung
    von ling am 13.05.2016 um 17:59
    Nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus purer Faulheit. Es ist schon interessant zu beobachten wie kreativ Anwender sein können, wenn es darum geht, sich nicht bewegen zu müssen oder einen Millimeter von den Gewohnheiten abzuweichen. Und die Industrie unterstützt diese Trends noch prächtig. Wie sonst hätten sich Geräte à la Smartphone und Tablet so rasch entwickeln und in einer derart hohen Zahl verbreiten können. Ich habe schon Jugendliche erlebt die im Zug gegenüber saßen und einander SMS schickten. Doch zurück zur E-Mail: PGP gibt es schon fast ewig. Genützt wird es von einer Randgruppe erfahrener und verantwortungsbewusster Anwender. Der Rest versendet wie bisher elektronische Postkarten und Drucksachen. Damit man sicher unterwegs ist, muss man etwas tun und da wären wir wieder bei meiner Eingangsbemerkung. Es ist absolut "uncool" zu verschlüsseln, außerdem wie sollte man bei so vielen "Freunden" im Netz praktisch realisieren? Einen Schlüssel für alle? Für jeden einen Schlüssel? Wie verwaltet man die vielen Schlüssel? Ach ja, da gibt es ja diese Tresore... Die brauchen aber auch irgendeine Sicherheit - also noch ein Schlüssel. Das könnte man endlos fortsetzen. Irgendwann kommt dann der Punkt wo selbst der Anwender mit Verantwortung aufgibt - oder erst gar nicht anfängt.