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Mobiles Internet: Speedtest der RTR

Versprochen ist versprochen. Oder?

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KONSUMENT 9/2013 veröffentlicht: 17.06.2013, aktualisiert: 29.08.2013

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"Maximal erreichbare Geschwindigkeit im geteilten Netz"

All das wäre halb so schlimm, würden die versprochenen Geschwindigkeiten auch tatsächlich erreicht. Da gibt man vielleicht schon einmal gerne einige Euro mehr aus. Das ist aber keineswegs (automatisch) der Fall. Und das wissen die Anbieter auch. Sie schützen sich deshalb mit einer Generalklausel die da meist lautet: "Maximal erreichbare Geschwindigkeit im geteilten Netz". Von dem was sie "minimal" anzubieten haben, ist nicht die Rede. Und was man unter geteiltem Netz zu verstehen hat, wird auch nicht klar gesagt.

21 Mbit/s versprochen, 0,2 Mbit/s geliefert

So beklagt beispielsweise Herr Bernhard M.: "Mein Orange-Mobilzugang im 13. Wiener Gemeindebezirk verspricht 21 Mbit/s. Ich erreiche aber im Schnitt nur 0,2 Mbit/s, also gerade einmal ein Hundertstel. Und zwar konstant, egal zu welcher Tageszeit, egal mit welchen Endgeräten. Damit ist nicht vernünftig zu arbeiten."

Pech gehabt. Das ist zwar so, als würde man sich beim Heurigen 1 Liter Grünen Veltliner bestellen, aber nur ein halbes Stamperl bekommen. Schließlich wollen ja auch die anderen Gäste im "geteilten Netz" des Wirtes etwas trinken - aber die Generalklausel der Anbieter macht dies halt (noch) möglich.

Schwacher Trost für den Mobilfunk-Kunden: Er ist mit seinem Problem nicht allein. Und genau das zeigt der RTR-Netztest.

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Kommentare

  • 100% zahlen für 40% Leistung
    von Framido am 24.10.2013 um 10:51
    Ich finde es grudsätzlich als Abzocke, wenn man für 100% Geld nur 30 bis 40% Leistung bekommt. Es wundert mich nach wie vor, dass derartige Praxis allgemein üblich ist. In vielen Fällen ist dem Anbieter vollkommen klar, dass über die bestehenden Leitung (Festnetzt) nur maximal 50 % der Geschwindigkeit erreichbar ist. Dennoch wird das volle Entgeld verrechnet. Ich frage mich, wieso das in Österreich zulässig ist. Man sollte die Anbieter dazu verdonnern, das zu verrechnen, was sie auch liefern können. Die, die das schnellere Netz haben sollen entsprechend mehr, die mit dem langsamen Zugängen entsprechend weniger zahlen. Zumindest im Festnetz sollte das so sein, weil das jederzeit messbar und nachvollziehbar ist. Das würde vielleicht auch dazu führen, dass der Netzausbau etwas gerechter und gleichmäßiger erfolgt.
  • Mobiles Internet: Anbieter wechseln, Technik wechseln
    von REDAKTION am 21.10.2013 um 09:15

    Technisch wäre wohl die von ihnen angedachte Zugangsbeschränkung machbar, also eine Verbindung zwischen gebuchtem Datenvolumen und erlaubter Nutzung einer bestimmten Generation der Mobilfunktechnologie (GPS oder UMTS). Dies müsste aber in Ihrem Vertrag beziehungsweise in den AGBs des Anbieters festgehalten sein. Uns ist in Österreich keine solche Knebelung durch einen Provider bekannt - was uns auch eine Rückfrage bei der RTR bestätigte.

    Wenn Sie an Ihrem Standort regelmäßig nur einen Datendurchsatz von 1 Mbit/s erhalten (und damit sind sie ja nicht alleine, wie die Ergebnisse des RTR-Netztests zeigen) würde somit der Umstieg auf einen Vertrag mit höherer, maximal möglicher Durchsatzgeschwindigkeit mit Hinblick auf die Auswahl des GSM- oder UMTS-Netzwerks nichts bringen. In diesem Fall gibt wohl die Funkzelle Ihres Anbieters an Ihrem Standard-Ort einfach nicht mehr her. - Abhilfe könnten sie hier nur durch einen Wechsel bewerkstelligen. Und zwar Ihres Dienstanbieters und/oder der von Ihnen benutzten Mobilfunktechnologie.

    Anbieterwechsel: Sehen Sie sich auf der Ergebniskarte des RTR-Netztests die Werte anderer Teilnehmer in Ihrer Nachbarschaft an. Haben auch andere Kunden Ihres Anbieters in dem Gebiet so geringe Werte, jene eines anderen Providers aber deutlich höhere, wäre ein Wechsel zum "schnelleren Anbieter" wohl bereits ausreichend.
    Technologiewechsel: Ziehen Sie ein Upgrade auf LTE, die 4. Generation der Mobilfunktechnik, in Betracht, sofern (a) Ihr Dienstanbieter LTE anbietet und (b) Ihre Hardware diese Technologie überhaupt unterstützt. Damit würde eine Verbesserung sehr wahrscheinlich, ist gleichwohl aber nicht garantiert.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Datendurchsatz mobiles Internet
    von Goliasch am 18.10.2013 um 09:09
    Frage: Wenn der Datendurchsatz sich ohnehin nur bei rund 1Mbit/s bewegt, spielt es dann eine Rolle, ob der Anbieter (A) nur max 4Mbit oder (B) max 7Mbit gewährt? Bin ich mit beiden Anbietern dann gleich schnell/langsam im Internet unterwegs? Oder müsste man davon ausgehen, dass einem (A) nur ins GPRS Netz lässt und (B) ins HSDPA.....? Wie ist hier der richtige Gedankenansatz? LG christian