KONSUMENT.AT - Mobiles Internet: Speedtest der RTR - Wie schnell die mobilen Provider wirklich sind ...

Mobiles Internet: Speedtest der RTR

Versprochen ist versprochen. Oder?

Seite 6 von 10

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 9/2013 veröffentlicht: 17.06.2013, aktualisiert: 29.08.2013

Inhalt

Wie schnell die mobilen Provider wirklich sind

Wie wir vorhin gesehen haben, werden Bandbreiten zwischen 2 und 42 Mbit/s angeboten (im 3G-Netz, ohne LTE), der Durchschnitt der Angebote verspricht 16 Mbit/s.

Gnädig mit den Providern

Die Designer des RTR-Tests waren somit mehr als gnädig mit den Providern: Denn wird auch nur das (beworbene) Mindestmaß von 2 Mbit/s Datendurchsatz erreicht, gilt das bereits als "gut" (grüne Ampel), die Hälfte (also 1 Mbit/s) davon immer noch als "mittelmäßig" (gelb), nur was noch schlechter ist, wird mit einem roten Ampelsymbol gekennzeichnet. Diese Symbolik gilt für jede Art des Zugangs; selbst wenn der Provider also "bis zu 21 Mbit/s" versprechen sollte, erhält er "grün", sofern er zumindest rund ein Zehntel davon tatsächlich erreicht. (Da sollte man nachbessern und einstellen können, wieviel Prozent vom versprochenen Maximum erreicht werden). Wobei die Darstellung in Form einer Ampel nur einen groben Überblick gewähren soll. Man sieht sich besser die Details an:

RTR-Netztest Statistik-Erklärung (Bild: VKI) 

Diese Grafik zeigt:

Es wird der Durchschnitt ("Quantile": 50 %) aller bislang erhaltenen Testergebnisse mit 3G Übertragungstechnologie (die am häufigsten verwendete) der letzten 6 Monate angezeigt, die von „mobilen“ Endgeräten mit installierter Test-App generiert wurden (33.300). Die letzte Zeile zeigt die dabei erzielten Durchschnittswerte für Down- und Upload, Ping, Signalstärke und die Anzahl der Tests. Diese Parameter kann der User entsprechend seines Erkenntniszieles verändern.

Die Spalte Signalstärke lässt dabei in gewissem Umfang auch Rückschlüsse auf die Telefoniequalität eines Anbieters zu. Kleinere Werte zeigen ein stärkeres Signal: -77 dBm ist also deutlich stärker als -91 dBm.

Nur ein Viertel der versprochenen Leistung

Demzufolge bringen es die heimischen Provider zusammen auf einen durchschnittlichen Datendurchfluss von 4,1 Mbp/s im 3G-Download, also etwa nur ein Viertel der im Mittel versprochenen Leistung.

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
42 Stimmen
Weiterlesen

Kommentare

  • 100% zahlen für 40% Leistung
    von Framido am 24.10.2013 um 10:51
    Ich finde es grudsätzlich als Abzocke, wenn man für 100% Geld nur 30 bis 40% Leistung bekommt. Es wundert mich nach wie vor, dass derartige Praxis allgemein üblich ist. In vielen Fällen ist dem Anbieter vollkommen klar, dass über die bestehenden Leitung (Festnetzt) nur maximal 50 % der Geschwindigkeit erreichbar ist. Dennoch wird das volle Entgeld verrechnet. Ich frage mich, wieso das in Österreich zulässig ist. Man sollte die Anbieter dazu verdonnern, das zu verrechnen, was sie auch liefern können. Die, die das schnellere Netz haben sollen entsprechend mehr, die mit dem langsamen Zugängen entsprechend weniger zahlen. Zumindest im Festnetz sollte das so sein, weil das jederzeit messbar und nachvollziehbar ist. Das würde vielleicht auch dazu führen, dass der Netzausbau etwas gerechter und gleichmäßiger erfolgt.
  • Mobiles Internet: Anbieter wechseln, Technik wechseln
    von REDAKTION am 21.10.2013 um 09:15

    Technisch wäre wohl die von ihnen angedachte Zugangsbeschränkung machbar, also eine Verbindung zwischen gebuchtem Datenvolumen und erlaubter Nutzung einer bestimmten Generation der Mobilfunktechnologie (GPS oder UMTS). Dies müsste aber in Ihrem Vertrag beziehungsweise in den AGBs des Anbieters festgehalten sein. Uns ist in Österreich keine solche Knebelung durch einen Provider bekannt - was uns auch eine Rückfrage bei der RTR bestätigte.

    Wenn Sie an Ihrem Standort regelmäßig nur einen Datendurchsatz von 1 Mbit/s erhalten (und damit sind sie ja nicht alleine, wie die Ergebnisse des RTR-Netztests zeigen) würde somit der Umstieg auf einen Vertrag mit höherer, maximal möglicher Durchsatzgeschwindigkeit mit Hinblick auf die Auswahl des GSM- oder UMTS-Netzwerks nichts bringen. In diesem Fall gibt wohl die Funkzelle Ihres Anbieters an Ihrem Standard-Ort einfach nicht mehr her. - Abhilfe könnten sie hier nur durch einen Wechsel bewerkstelligen. Und zwar Ihres Dienstanbieters und/oder der von Ihnen benutzten Mobilfunktechnologie.

    Anbieterwechsel: Sehen Sie sich auf der Ergebniskarte des RTR-Netztests die Werte anderer Teilnehmer in Ihrer Nachbarschaft an. Haben auch andere Kunden Ihres Anbieters in dem Gebiet so geringe Werte, jene eines anderen Providers aber deutlich höhere, wäre ein Wechsel zum "schnelleren Anbieter" wohl bereits ausreichend.
    Technologiewechsel: Ziehen Sie ein Upgrade auf LTE, die 4. Generation der Mobilfunktechnik, in Betracht, sofern (a) Ihr Dienstanbieter LTE anbietet und (b) Ihre Hardware diese Technologie überhaupt unterstützt. Damit würde eine Verbesserung sehr wahrscheinlich, ist gleichwohl aber nicht garantiert.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Datendurchsatz mobiles Internet
    von Goliasch am 18.10.2013 um 09:09
    Frage: Wenn der Datendurchsatz sich ohnehin nur bei rund 1Mbit/s bewegt, spielt es dann eine Rolle, ob der Anbieter (A) nur max 4Mbit oder (B) max 7Mbit gewährt? Bin ich mit beiden Anbietern dann gleich schnell/langsam im Internet unterwegs? Oder müsste man davon ausgehen, dass einem (A) nur ins GPRS Netz lässt und (B) ins HSDPA.....? Wie ist hier der richtige Gedankenansatz? LG christian