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Monitore im Test: 19 und 22 Zoll

Größer heißt nicht besser

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Konsument 3/2008 veröffentlicht: 05.02.2008

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Gedreht und hochkant

Was bei Notebooks gang und gäbe ist, hat sich bei den Flachbildschirmen zum Glück nicht durchgesetzt – das spiegelnde Display als Designer-Gag. In unserem Test hatte das Modell von HP eine solche Oberfläche, die uns allerdings nicht überzeugen konnte. Bei hellem Umgebungslicht gab es starke Reflexionen, außerdem wiegt der HP-Bildschirm fast doppelt so viel wie die Konkurrenz.

Seine Pluspunkte hat er jedoch bei anderen Funktionen: Als einziger im Test kann er um 90 Grad gedreht und hochkant benutzt werden. Das macht sich beim Betrachten von Dokumenten und Internetseiten bezahlt. Außerdem ist er in der Höhe verstellbar. Ein solches Goodie verhindert Haltungsschäden und sollte eigentlich bei allen Modellen zu finden sein. Energie sparen ist gut, Nerven sparen aber auch.

Elektromagnetische Felder

Wenn ein Gerät fast zehn Sekunden braucht, um aus dem Energiesparmodus aufzuwachen, kann sich das schon aufs Gemüt schlagen – das Modell von Fujitsu Siemens benötigte 9,5 Sekunden, aber auch die Geräte von HP, Hyundai und LG sind nicht gerade die Schnellsten. Auffallend: Die 19-Zöller sind in diesem Bereich weit flotter als ihre größeren Konkurrenten.

Unnötig hoch waren bei LG, Samsung und V7 die abgestrahlten elektromagnetischen Felder. Selbst wenn bis dato keine gesundheitlichen Folgen für den Menschen nachgewiesen werden konnten, so deutet das doch auf eher mangelhafte Verarbeitung hin. Dass es auch anders geht, zeigen nämlich die Mitbewerber. Auch die Tasten und Schalter haben ihre Mängel. Sie waren teilweise schlecht zu erreichen oder wackelten. Beim Fujitsu Siemens (22 Zoll) fiel sogar eine Taste ab.

Keiner ist perfekt

Neben einer analogen VGA-Schnittstelle zum Anschließen an den Computer wiesen alle Geräte mit Ausnahme des Iiyama auch eine digitale DVI-Schnittstelle auf. Normalerweise sollte die digitale Verbindung das bessere Bild liefern, weil es von der Grafikkarte nicht umgewandelt werden muss. Beim Test zeigte sich aber, dass in den meisten Fällen kein Unterschied in der Bildqualität zu erkennen war. Wer perfekten Kinogenuss möchte, sollte darauf achten, dass eine HDMI-Buchse vorhanden ist. Außerdem schadet ein ordentliches Paar Boxen nicht. Jene Modelle, die bereits Lautsprecher eingebaut haben, bieten nur ein bescheidenes Klangerlebnis. Allzu viel darf man sich also trotz des aufwendigen Designs nicht erwarten.

Mehr Schein als Sein

Hier bewahrheitet sich der Spruch „Mehr Schein als Sein“. Und das, obwohl gute Bildqualität und Abschirmung sowie haltbare, nicht wackelnde Tasten auch für günstige Modelle ab 200 Euro möglich sein müssten. Der Test im Vorjahr hat es schließlich bewiesen, und der damalige Testsieger, Fujitsu Siemens Scaleoview H19-1, ist im Notfall immer noch für etwa 260 Euro zu haben  

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