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Online-Fotoausarbeitung

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Konsument 8/2007 veröffentlicht: 17.07.2007

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Fotoversand via E-Mail - Ohne Datenstau unterwegs

Nicht jeder Empfänger von Digitalfotos freut sich darüber. Oft ist die Datenmenge unnötig groß und führt zum Stau. Dabei lässt sich dieser ganz einfach vermeiden.

Besitzer von Einwahlverbindungen wissen es. Selbst der Empfang von nur einem einzigen Megabyte (MB) wird zum Geduldspiel. Da mittlerweile aber mehr als die Hälfte der österreichischen Haushalte auf Breitbandzugänge setzt und zugleich der Boom bei der Digitalfotografie anhält, ist eine gewisse Unbekümmertheit beim Versand großer Datenmengen feststellbar.

"Quota exceeded" - Datenvolumen überschritten

Mitunter fängt somit das Geduldspiel von vorne an, was im Grunde gegen die Netiquette, also den Höflichkeits- und Verhaltenscodex im Internet verstößt. Außerdem knabbern der Empfang und natürlich der Versand am inkludierten Datenvolumen, das bei den meisten Breitbandtarifen limitiert ist. Jede Überschreitung kostet Geld. Und falls der Empfänger die E-Mails nicht regelmäßig abruft, ist der gleichfalls begrenzte Speicherplatz des E-Mailpostfachs beim Provider im Nu überfüllt („quota exceeded“ heißt das dann in der Internet-Sprache).

Da heutzutage praktisch keine Digitalkamera unter 5 Megapixel (MP) angeboten wird, sondern im Gegenteil 7 bis 8 MP die Regel sind, müssen Sie pro Foto mit einer Dateigröße von 3 bis 5 MB rechnen – außer die Auflösung wurde in der Kamera schon deutlich reduziert. Wenn Sie diese Bilder auf dem Monitor in Originalgröße anschauen, sehen Sie lediglich einen Ausschnitt davon und müssen sie mittels der Zoomfunktion des Bildbetrachtungsprogrammes verkleinern.

Absender muss Datei komprimieren

Das ändert allerdings nichts an der Dateigröße. Diese muss bereits der Absender schrumpfen. Die beste Methode dafür ist die Reduzierung der Auflösung – eine Funktion, die jedes Bildbearbeitungsprogramm beherrscht (z.B. „Adobe Photoshop“ oder „The Gimp“) bzw. auch Bildbetrachtungs- und Bildarchivierungssoftware (etwa „IrfanView“ oder Apples „iPhoto“). Am einfachsten ist es, die Option „Bild als E-Mail versenden“ zu verwenden. Dabei wird das ausgewählte Foto automatisch verkleinert.

Wenn Sie allerdings mehr Einfluss darauf haben möchten, was beim Verkleinern geschieht, müssen Sie dies händisch tun. Nehmen wir als Beispiel das weit verbreitete, kostenlose IrfanView (www.irfanview.de). Unter dem Menüpunkt >>Bild/Größe ändern<< finden Sie vorgegebene Standardgrößen bzw. die Möglichkeit zur Eingabe eigener Werte. Achten Sie dabei immer auf die Option >>Proportional<< . Sie bewirkt, dass bei einer Größenänderung die Proportionen des Fotos beibehalten werden.

800x600 Pixel reichen

800x600 bzw. maximal 1024x768 Pixel genügen, wenn Sie die Fotos lediglich zur Betrachtung am Bildschirm versenden – die Bildhöhe ist dabei der kritischere Wert, weil er auch bei Hochformat gilt. Die letztgenannte Auflösung erlaubt sogar schon eine qualitativ gute Fotoausarbeitung (bzw. den Fotoausdruck) im Format 10x15 cm. Optimal für 10x15 sind 1280x960 Pixel und auch Papierbilder in 13x18 gelingen akzeptabel (Achtung! Mit Rücksicht auf die Qualität Fotos immer zuerst nachbearbeiten und dann verkleinern). In manchen Programmen ist es sogar möglich, die Reduktion der Auflösung automatisiert für eine ganze Reihe ausgewählter Bilder ablaufen zu lassen.

Es soll Sie dabei nicht irritieren, wenn die Pixelzahlen nicht exakt mit den oben angegebenen „runden“ Werten übereinstimmen, sondern eventuell ein paar Pixel fehlen. Dies hängt mit der Größe des Speicherchips der Digitalkamera zusammen, hat aber letztlich keinen spürbaren Einfluss.

Fotos auf CD verschicken

Sollte jemand in Ihrer Bekanntschaft tatsächlich Wert auf die höchste Bildqualität legen, weil er z.B. ein Poster ausarbeiten lassen möchte, dann brennen Sie die Fotos am besten auf CD und versenden diese per Post oder nehmen Sie zum nächsten Treffen auf einem USB-Stick mit. Und, weil wir eingangs von der Netiquette gesprochen haben: Wenn Sie mehr als rund ein Megabyte an Daten versenden möchten, dann ist es höflicher, den Empfänger (telefonisch) vorzuwarnen.

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