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Online-Reiseportale, Palmöl, Rechtsschutz-Versicherungen ... - Ihre Meinung ist uns wichtig

Hier die Liste der Leserbriefe, die wir in KONSUMENT 4/2017 veröffentlicht haben. Sollte sich ein Leserbrief auf einen konkreten Artikel beziehen, dann finden Sie ihn auch bei diesem Artikel.

Bank Austria: Mit Musikberieselung 3/2017

Stadt voller Lärm

Mit großem Vergnügen habe ich ihr aktuelles „Aufgespießt“ gelesen. Dieses Thema beschäftigt mich schon lange und beeinträchtigt mein Wohlbefinden beträchtlich. Die Stadt ist voller Lärm. Nicht nur der Supermarkt (beschleunigt meinen Einkauf eher, als dass der gewünschte Effekt – umherschlendern und das Wagerl vollmachen – eintritt), auch Post, Bank, Wartezimmer und …

Überall Beschallung mit Tönen (es ist ja keine Musik, vor allem nicht die, die ich hören will). Im Taxi kann ich wenigstens bitten, abzuschalten. Die meisten tun das auch, weil sie ohnehin nicht hinhören. Die Verkäuferin sagen nur: „Wir müssen.“ Im SPAR in Alterlaa angeblich: Das macht die Zentrale!

Was mich nochmehr befremdet ist, dass auch die Kunst nur noch mit Lärm einhergeht. Kommt man von der U3 ins Museumsquartier, dann muss man durch eine Schallpassage gehen und vor kurzem war vor dem Quartier (U2) eine Schallbox (Kunstwerk!) aufgestellt. Von knatternden Mopeds und überlauten Motorrädern rede ich nicht, die Polizei will das gar nicht hören. Und damit sich die Notfallfahrzeuge durchsetzen, drehen sie die Sirenen besonders laut auf, sodass man das Folgetonhorn auch im nächsten Bezirk ja hört. Auch in der Nacht, wenn kaum Verkehr herrscht! In diesem Sinne danke ich Ihnen noch einmal für die fröhlich formulierte Glosse.

Mag. Ditta R.
E-Mail

Grundpreisauszeichnung: klein, falsch, fehlt 5/2016

Merkur: Lockpreis ausgezeichnet

Die Firma Merkur lockt beim Verkauf des Ablinger Bacon mit einem ins Auge fallenden Dauertiefpreis von 1,49 € für 100 g. Bei der Kasse ist man etwas überrascht, weil man plötzlich 3,73 € zu zahlen hat. Des Rätsels Lösung liegt darin, dass in dem verschweißten Paket nicht die angepriesenen 100 g Bacon sind, sondern 250 g. Ich finde, dass diese irreführende Auspreisung eine äußerst unseriöse Geschäftsgebarung ist.

Was werden unsere Großmärkte noch alles erfinden, um uns das Geld aus den Taschen zu ziehen? An die Mogelpackungen oder die kleiner gewordenen Packungen mit dem höheren Preis haben wir uns schon gewöhnt. Dazu kommt noch, dass es leider verschiedene Artikel nur zeitweise oder überhaupt nicht mehr gibt; es wird uns immer mehr vorgeschrieben, was wir zu kaufen haben.

Edda M.
Wien

Lebensdauer von Produkten 2/2013

Kunden wollen keinen Ramsch

Kunden wollen das so. Wirklich? Würde die Wirtschaft das ehrlich meinen, dann würde man in den Geschäften nicht nur den („Billig“-)Ramsch bekommen, sondern neben dem Gerät mit dem Billigchip/Plastikzahnrad etc. müsste auch das Gerät mit dem guten haltbaren Chip/Metallzahnrad/haltbaren Bauteilen stehen. Die paar Euro Preisdifferenz (zwischen den billigen und den haltbaren Bauteilen) würden wohl die Meisten gern zahlen. Ein Zgonc-Verkäufer (sinngemäß): Wenn wir gute Produkte auch anbieten, kauft niemand den Ramsch. Somit wäre die einzige Protestmöglichkeit, gar nicht kaufen.

User "geos"

Outlet-Center 4/2017

Qualität der angebotenen Waren

Im SWR in der Sendung Markt-Check wurde ein Bericht über die in Outlet-Centern angebotene Ware gesendet. Dieser Bericht war für mich ein Beweis dafür, was ich immer schon vermutet habe, nämlich dass in diesen Geschäften nicht Markenware zu Schnäppchenpreisen angeboten wird, sondern extra produzierte Billigware mit schlechter Qualität. Getestet wurden Artikel von Hilfiger, Lauren, Levis, UGG uvm.

Bei den Winterstiefeln von UGG war das Innenfutter schlecht verarbeitet, färbte stark ab und fusselte extrem. Außerdem fiel ein starker unangenehmer Chemiegeruch auf. Das Leder wies starke Farbschwankungen auf, nach mehrfachem Knicken der Sohle war der Stiefel überhaupt hinüber. Die Mängel haben sich quer durch alle Vergleichsproben gezogen. Bei vielen Produkten wurden vermeintliche Ursprungspreise ausgezeichnet, die es so nie gegeben hat.

Leider ist es der Dummheit und der Markengeilheit der Konsumenten zuzuschreiben, dass solche Betrügereien Fuß fassen können und der reale Handel vor Ort ruiniert wird. Ausschlaggebend für den Wahrheitsgehalt der genannten Vorwürfe ist auch, dass keiner der betroffenen Hersteller sich zu den Testergebnissen geäußert hat.

Zum Abschluß noch an alle, die glauben, mit überteuerten Markenprodukten etwas Besonderes zu kaufen: Auch die Hochpreismarken werden in Asien produziert, unter Ausbeutung der Arbeitskräfte und der Umwelt, Hauptsache die Bilanzen stimmen und die Aktionäre können sich ihre Konten füllen. T-Shirts von Lacoste und Co werden vom selben Stoffballen auf den selben Produktionsstraßen produziert wie für Billigläden, am Ende wird nur das entsprechende Logo aufgenäht.

Doris S.
Jenbach

Palmöl 2/2017

Wirklich so schlecht?

Sie schreiben: „Seit Palmöl praktisch allgegenwärtig ist, steigt das Unbehagen über seinen breiten Einsatz.“ Und in Ergänzung dazu werden einige bekannte Markenartikel an den Pranger gestellt, die Palmöl beinhalten. Ich kann die Aufregung, die plötzlich um das Palmöl oder auch Palmkernöl entfacht wird, nicht verstehen. Wenn man Ihren Artikel zu lesen beginnt und auch bei Wikipedia nachliest, wird einem bald klar, dass es sich bei dieser pflanzlichen Ölsorte gleichsam um eine Wunderpflanze handelt, wirft sie doch bei geringstem Patzbedarf den meisten Ertrag ab.

Auch ihre Verwendbarkeit ist äußerst umfangreich: So wird Palm(kern)öl nicht nur bei der Herstellung von Nahrungsmitteln verwendet, sondern auch in Wasch- und Reinigungsmitteln eingesetzt. Weitere Produkte auf der Basis von Palm(kern)öl finden sich in unterschiedlichen Bereichen der Kosmetik- und chemischen Industrie. Sogar Biodiesel in guter Qualität lässt sich aus Palmöl gewinnen.

Vergessen wir nicht: Die Weltbevölkerung hat sich aktuell auf 8 Milliarden erhöht, und alle wollen ausreichend ernährt sein und einen angemessenen Anteil am Wohlstand haben. Da ist kein Platz, ein vielseitig einsetzbares Produkt zu kriminalisieren. Monokulturen? Ja leider, aber wie sieht es da zB mit den Maiswüsten in anderen Weltgegenden (auch bei uns!) aus? Es geht doch vorrangig darum, den in der Palmölgewinnung arbeitenden Menschen akzeptable Arbeitsbedingungen zu verschaffen. Alles andere können wir uns schlicht und einfach nicht leisten!

Dr. H. Ernst P.
Villach

Pauschalreisen: Online-Portale 2/2017

Aufpassen beim Versicherungsschutz

Zu Ihrem Artikel möchte ich Ihnen meine Erfahrungen in diesem Bereich mitteilen: Ich nehme mir gerne und viel Zeit, um selber Urlaubsangebote vom einfachen Flug bis hin zur mehrtägigen Pauschalreise jeglicher Art im Internet zu suchen und zu vergleichen. Aus diesem Grund kenne ich fast alle Anbieter des Artikels bereits – zumindest hinsichtlich der Suchmöglichkeit. Über Jahre habe ich Flüge, Urlaube, Zimmer und Mietautos ausschließlich selber über das Internet zusammengesucht und gebucht und bin damit immer zufrieden gewesen.

Zuletzt habe ich allerdings zum ersten Mal seit gut 20 Jahren wieder ein klassisches Reisebüro aufgesucht. Ich habe eine größere Reise mit einigen speziellen Vorgaben (Zeitraum, Ort, Hotel, Transfers etc.) gebucht und wollte daher eine individuelle Betreuung haben bzw. gab mir das einfach ein „sicheres Gefühl, dass es so eher passt“. Beim Abflug gab es am Flughafen Probleme – und mit einem Ansprechpartner im Reisebüro, mit welchem ich die Buchung direkt durchgeführt habe, wurden diese schnell gelöst. Ich bin überzeugt, dass dies mit einer reinen Onlinebuchung und lediglich einem Hotlinemitarbeiter nicht so schnell gelöst worden wäre – das Interesse zum Lösen wäre schlichtweg ein anderes.

Den großen Vorteil eines Online-Reiseportals sehe ich aber in der Filtermöglichkeit. Ich kann in Sekundenschnelle mit geringfügigen Änderungen an den jeweiligen Filtereinstellungen mir ein umfassendes Bild darüber machen, wie ungefähr die Preisentwicklung für geringfügige Abweichungen bei Reisedatum, Airline und Flug, Zimmerkategorie ist.

Diese Online-Reiseportale bieten aber oft schon auch diverse Zusatzservices (z.B. Stornoversicherungen) an. In ihrem Kasten „Aufgepasst!“ zu diesem Artikel vermisse ich daher bei der Reiseversicherung den Hinweis, dass diese oftmals auch über Kreditkarten angeboten wird bzw. ich würde einen solchen Hinweis als hilfreich empfinden. Rückwirkend betrachtet haben die einzelnen Reiseversicherungen, welche ich online bei den Buchungen abgeschlossen habe, oft die Jahresgebühr einer Kreditkarte mit entsprechendem Versicherungsschutz bei weitem überschritten. Auch habe ich festgestellt, dass mitunter die Versicherungsbedingungen dieser Karten auch endlich an die Gegebenheiten der Onlinereservierung angepasst wurden.

Christian P.
E-Mail

Preiserhöhungen 6/2014

Anderer Meinung

Ich lese gerade die Ausgabe 3/2017 und bin dabei etwas müde geworden, die diesbezüglichen Beiträge zu lesen. Es gibt nun mal kein Gesetz, das die Packungsgrössen regelt und es würde auch keinen Sinn machen. Aber es gibt – EU sei Dank – die Preisauszeichnung je vorgegebener Einheit. Ein kurzer Blick darauf und jeder Konsument ist im Bilde und kriegt mit der Zeit auch ein Preisgefühl. Das war früher nicht möglich!

Solange wir uns von versteckten Preiserhöhungen täuschen lassen, solange wird die Wirtschaft diesen Trick auch anwenden. Aber wenn wir vielleicht doch einmal erwachsene Konsumenten werden, wird sich die Wirtschaft die Zähne ausbeissen und keine Chance mehr haben uns zu besch..., wie ein erboster Leser schreibt. PS: Ich schätze Ihre Arbeit, nur dieses Thema finde ich falsch behandelt. Anstatt mit den Lesern mitzujammern, sollten Sie ihnen einen Weg weisen, wie sie sich dagegen wehren können, wie zB Preisauszeichnung je genormter Einheit.

Wolfgang E.
Villach

Rechtsschutz-Versicherungen 3/2017

Ergänzungen

Zu Ihrem Artikel hätte ich noch ein paar Anmerkungen, die – wie ich meine – für die Konsumenten interessant sind:

1. Freiberufler und Selbständige: Hier fehlt mir der Hinweis, daß für diese Gruppe eigene Produkte abzuschließen sind. Dies ist erfahrungsgemäß ein Umstand, der oft vergessen wird. Besonders, wenn der Wechsel in die Selbständigkeit erst nach Vertragsabschluß erfolgt.

2. Rechtsschutz-Spezialisten: Ich bin der Ansicht, daß es sinnvoll sein kann, einen der 3 Spezialisten (ARAG, DAS oder ROLAND) zu wählen, da es hier zu keinen Interessenskonflikten kommen kann. Ich hätte zumindest ein ungutes Gefühl, wenn ich mit dem Rechtsschutz der XY-Versicherung einen Rechtsstreit mit eben dieser Versicherung führen müsste, weil aus einem anderen Vertrag die Leistung verweigert wird. Oder wenn ich nach einem Autounfall meinen Schaden einklagen müsste und die Kfz-Haftpflichtversicherung des Gegners ebenfalls bei der gleichen Versicherung besteht.

3. Roland: Die Rechtsschutz-Versicherung des Spezialisten, der im Preisvergleich eher schlecht wegkommt, ist über den Vertriebspartner MUKI Versicherungsverein a.G. um rd. 20 % günstiger erhältlich.

4. Beratungs-Rechtsschutz: Im Gegensatz zum Rest der Mitbewerber bieten Roland und Wüstenrot in diesem – erfahrungsgemäß am häufigsten genutzten – Bereich freie Anwaltswahl und zahlen 80 € (Roland) bzw. 100 € (Wüstenrot) pro Beratung. Wer lieber der Auskunft eines bestimmten Anwaltes vertraut, hat bei diesen beiden Anbietern kein Problem, kann sich aber auch an einen Vertragsanwalt wenden.

Franz S.
Nanke & Partner Versicherungsmakler GmbH
Wien

VOR-Ermäßigungen 3/2017

Rückbesinnung

Meine Frau und ich fahren seit rund 14 Jahren mit dem Zug von Neunkirchen nach Wien-Meidling, um unsere Enkeltochter zu betreuen. Wir besitzen beide eine Senioren-Vorteilskarte. Bis zur VOR-Tarifreform im Vorjahr habe ich zu Hause auf meinem PC unsere Online-Tickets von Neunkirchen nach Liesing und retour gebucht. Ab Liesing sind wir dann mit dem 2-Fahrten-Seniorenfahrschein in Wien weiter gefahren. Dieser Fahrschein wurde vom Schaffner entwertet. Die Zonen-Fahrschein Entwertung vom südlichen Niederösterreich ist nun nur durch körperliche Anwesenheit in Liesing möglich.

Ich darf Ihnen nur kurz die Verschlechterung für die Fahrgäste und die Kapitalvernichtung durch die VOR-Tarifreform zusammenfassen: Vorher hatte das online Ticket sowohl für die Hin- als auch für die Rückreise 2 Tage Gültigkeit. Jetzt muss für Hin- und Rückreise sogar die genaue Uhrzeit bekannt gegeben werden, was in der Praxis meist gar nicht möglich ist.

Da die günstigeren 2-Fahrten-Seniorenfahrscheine für Wien von Niederösterreich aus nicht verwendet werden können, umgekehrt sehr wohl, kommt es meiner Meinung nach zu einer Ungleichbehandlung der Fahrgäste.

Ich hoffe die abmontierten 140 Fahrkarten-Entwerter können einer sinnvollen Nachnutzung zugeführt werden, wenn nicht, wäre interessant wieviel Steuergeld inklusive Montage-, Demontage- und Lagerkosten vernichtet wurde.

Abschließend sei noch erwähnt, dass die Zugverbindung Richtung Süden ab Wr. Neustadt durchaus verbesserungswürdig ist, da die meisten Züge sowohl bei der Hin- als auch bei der Rückfahrt 10 bis 15 Minuten in Wr. Neustadt Aufenthalt haben.

Wenn Sie sich dieser massiven Verschlechterung annehmen, würde man sich vielleicht wieder an die gute alte Zwick-Zange des Schaffners erinnern und das Problem wäre sofort gelöst, da ich nicht annehme, dass die 140 Fahrkarten-Entwerter wieder montiert werden.

Edith und Peter S.
Neunkirchen

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