KONSUMENT.AT - Thea Margarine - Nicht so traditionell wie gedacht

Thea Margarine

Mit Palmöl

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veröffentlicht: 16.03.2020

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Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Margarine, die mit „Liebe zum Backen seit 1923“ lockt, aber mit Palmöl hergestellt ist.

 

Das steht drauf:  Thea

Gekauft bei: in vielen Geschäften erhältlich

Das ist das Problem

Küchenfett der Marke Thea gibt es schon seit vielen Jahrzehnten. Genauer: seit 1923. Und als alteingesessene, traditionelle Marke wird Thea auch beworben. „Liebe zum Backen seit 1923“ steht auf der Verpackung des Thea-Würfels, einem Back-, Koch- und Streichfett. Dieser Slogan verärgerte eine Kundin gewaltig. Denn laut Zutatenliste wird die Margarine auch mit Palmöl hergestellt. „Ich frage mich, ob 1923 bereits das billigste Fett (Palm) verwendet wurde“, schrieb sie, als sie uns auf das Produkt hinwies.  

Wir bezweifeln ebenfalls, dass Palmöl bereits 1923 zum Backen benutzt wurde. Das gilt auch noch für weitere Zutaten der Margarine (u.a. Emulgatoren, Säuerungsmittel, Aromen, Vitamine, Farbstoff).

Auch "nachhaltiges" Palmöl ungesund

Palmöl ist in Streichfetten häufig enthalten. Hersteller schätzen es, weil es hitzestabil, geschmacksneutral und günstig ist. Sein Einsatz ist allerdings kritisch zu sehen, weil Palmöl negative Auswirkungen auf die Umwelt und auch auf unsere Gesundheit hat (u.a., weil bei seiner Verarbeitung krebserregende Stoffe entstehen können). Auch wenn zur Erzeugung von Thea zertifiziertes, „nachhaltiges“ Palmöl verwendet wird: Ungesund bleibt es trotzdem.

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