KONSUMENT.AT - Corny Nussvoll - Überdimensionierte Verpackung

Corny Nussvoll

Viel Verpackung, kleine Riegel

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veröffentlicht: 09.06.2020

Inhalt

Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: eine Packung Corny Nussvoll Riegel, die von außen mehr Produkt verspricht, als tatsächlich drin ist.

 

Das steht drauf:  Corny Nussvoll

Gekauft bei: in vielen Geschäften erhältlich

Das ist das Problem

Corny-Nussvoll-Riegel sind einzeln in Kunststoffhüllen und zusätzlich in einen Überkarton mit Aussparung verpackt, durch die die Riegel gut zu erkennen sind. Wie viel Produkt in dieser Schachtel steckt bzw. wie groß die einzelnen Riegel sind, lässt sich von außen aber nicht feststellen.

Viel Verpackung, wenig Produkt

Nach dem Aufmachen zeigt sich dann: Die enthaltene Menge an Produkt ist in Relation zur Verpackung – besser: zu den Verpackungen – schlichtweg mickrig. Sowohl die Kunststoffhüllen als auch der Überkarton sind viel zu groß bemessen.

„Dieses Produkt verdient wie kaum ein anderes das Prädikat Mogelpackung. Nicht nur ist dies eine Irreführung des Konsumenten, sondern auch eine ungeheure Verschwendung von Verpackungsmaterial. Anteil Inhalt: max. 60 Prozent ...“, schrieb uns der Kunde erbost, der uns auf dieses Produkt aufmerksam machte.

Hersteller argumentiert mit Produktsicherheit

Hersteller Schwartauer begründete die übergroßen Verpackungen damit, dass aus Gründen der Produktsicherheit eine spezifische stabile Folie erforderlich sei, die den einzelnen Riegel umgebe und ihn schützen solle. Und da diese hochwertige Folie knickempfindlich sei, müsse beim Einschieben sichergestellt werden, dass die sogenannten „Flossen“, also die jeweiligen breiteren Enden der Riegelfolie, nicht einreißen und somit die Produktsicherheit und -haltbarkeit gefährden würden.

Verpackung: weniger Luft wünschenswert

Wir wissen: Andere Hersteller schaffen es durchaus, vergleichbare Produkte wesentlich materialsparender und konsumentenfreundlicher verpackt heil ins Geschäft und zum Kunden zu bringen. So viel Luft in der Verpackung und damit einhergehend so viel Verpackungsmüll muss absolut nicht sein.

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Kommentare

  • "Wir denken stets vom Verbraucher aus" ...
    von Mnemosyne am 19.06.2020 um 14:59
    Jaha, und wie! Aus den PR-Abteilungen solcher Firmen kam noch nie ein wahreres Wort.

    "Wir denken stets vom Verbraucher aus" ...
    ... und der wird am besten gelockt, indem man ihm mehr Inhalt vorgaukelt. Zudem möchte der Kunde auch ein hochwertiges Produkt, und nicht etwa billigen Puffreis mit Glukosesirup zusammengeklebt. Deswegen wird auf den Packungen diverser Müsliriegelhersteller auch schön mit zahlreichen Nüssen und guten Getreidesorten geworben. Was drin ist, das ist ja nicht so wichtig (hauptsächlich Puffreis und Zucker).

    Bestes Rezept: Das klassische Verpackung-drücken zum Testen darf wieder in Mode kommen! #squeezeit

    Nicht nur Kindern dürfen jetzt die Kekse und Tafeln Schokolade zerknautschen. Auch jeder Erwachsene wird zum Schutz vor Täuschung dazu angehalten, die ausladend große, aufgeblasene und verdächtig leichte Verpackung aus Karton oder Plastik zu drücken, um zu prüfen, ob "das Glas halb voll oder halb leer" ist.

    Unverzichtbar im Supermarkt: Nehmen Sie eine Brille mit und kontrollieren Sie bei jedem Produkt den pro/kg oder /g, /ml Preis direkt am Preisschild.
    Der Trick mit den sich schleichend und unbemerkt verändernden Preisen und Verpackungsgrößen, ist zum Industrie-Standard geworden und zieht sich mittlerweile durch nahezu sämtliche Produktsorten.