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Algen

Jod-Schock aus dem Meer

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Konsument 12/2003 veröffentlicht: 13.11.2003, aktualisiert: 04.12.2003

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Miso-Suppe ist ungefährlich

Keinen Schock für die Schilddrüse müssen Liebhaber von Maki-Sushi befürchten. Diese werden mit Nori-Algen zubereitet. Eine Untersuchung der deutschen Stiftung Warentest („test“ 9/2002) gibt Entwarnung: Der Jodgehalt von Nori-Algen ist wesentlich niedriger. Übertreiben sollte man aber auch hier nicht. Unbedenklich ist eine Menge bis zu drei Blättern (oder 7,5 Gramm oder etwa 9 Stück Maki-Sushi) pro Tag. Die Wakame-Braunalge ist in diesen Mengen ebenfalls ungefährlich – das zeigte auch unsere Untersuchung vom Vorjahr. Diese Alge dient meist als Suppengrundlage, zum Beispiel für die japanische Miso-Suppe.

Versteckte Algen in Eis und Zahnpasta

Die meisten Algen nehmen wir zu uns, ohne es zu merken. Sie verstecken sich im Speiseeis oder Salatdressing, im Gelee von Süßwaren, in der Zahnpaste, in Medikamenten und vielem mehr. Die Nachfrage nach diesen Vielzweckpflanzen hat sich deshalb in den letzten zwei Jahrzehnten verdreifacht. Die meiste Ware kommt aus China, Japan, von den Philippinen und aus Korea. Aus diesen Ländern stammen auch die getrockneten Proben, die wir im Vorjahr untersucht haben. Dem kleinen Markt für essbare Algen in Europa haben sich noch nicht alle Lieferanten angepasst. Bei manchen fehlten deutschsprachige Hinweise oder eine Empfehlung für die genaue Menge, die für Europäer unbedenklich wäre.

Zwei Mal pro Woche Seefisch oder Meeresfrüchte

Wer sich mit Jod ausreichend versorgen will, sollte dies lieber mit Seefisch oder Meeresfrüchten tun: am besten ein bis zwei Mal wöchentlich. Auch mit jodhältigem Mineralwasser lässt sich ein allfälliger Jodmangel gezielter ausgleichen.

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