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Bio-Milch, Bio-Käse, Bio-Topfen

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KONSUMENT 12/2012 veröffentlicht: 27.11.2012

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Von frisch bis länger haltbar

Milch ist laut Österreichischem Lebens­mittelbuch, auch kurz Codex genannt, „das durchmischte, unveränderte Gesamtgemelk eines oder mehrerer Milchtiere“. Spätestens 72 Stunden nach dem Melken wird der weiße Saft in der Molkerei wärmebehandelt. Alle unsere Einkäufe sind etweder pasteurisiert oder hocherhitzt. Zwei Proben – Natürlich für uns (Zielpunkt) und Spar Natur pur – ­werden als „frische“ Milch ausgelobt und unterliegen daher besonderen Kriterien. Vier Produkte sind länger haltbar, haben also ­eine MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum) von bis zu 25 Tagen. Auch wenn es manche ­Konsumenten überrascht: ESL-Milch (ESL = ­Extended Shelf Life) gibt es längst auch bei Biomilch, Tendenz steigend.

Kleine Molkereien auf dem Rückzug

Für Kunden ist es oft schwer, herauszufinden, aus welcher Molkerei die Milch kommt. ­Häufig sind nur die Handelsketten als Vertreiber angeführt. Unsere Erhebungen ­zeigen, dass lediglich ein Produkt, Natürlich für uns (Zielpunkt), aus einem vergleichs­weise kleineren Betrieb stammt – der Mol­kerei Seifried in Aspach. Bei allen anderen kommen die großen österreichischen Milchverarbeiter zum Zug.

Verkostung: Zurück zum Ursprung von Hofer überzeugt

Vor der Untersuchung aller Proben im Labor wurden die einzelnen Produkte von Experten verkostet. Und zwar gleich zweimal: un­mittelbar nach dem Einkauf und am Ende der jeweiligen MHD. Überzeugen konnte die Profis nur Zurück zum Ursprung von Hofer. ­Diese Milch erreichte in beiden Verkostungsdurchgängen die höchstmögliche Punktezahl. Kritikpunkte bei der schwächeren ­Konkurrenz waren meist ein leicht herber Geschmack oder ein leichter Kochgeschmack. Im Labor gab es dagegen nichts zu beanstanden. Die Angaben zum Erhitzungsverfahren passten ebenso wie der Fett­gehalt. Auch in Sachen Mikrobiologie gab es nichts zu meckern.

­Eigenmarken des Handels sind um wenig Geld zu haben

Bezahlt haben wir für unsere Milch zwischen 1,05 und 1,29 Euro pro Liter. Vor allem die ­Eigenmarken des Handels sind um wenig Geld zu haben. Wie viel davon geht an die Pro­duzenten? Weniger, als die meisten ­Kunden denken. Der Biomilchpreis setzt sich zusammen aus dem konventionellen Milchpreis und einem Biozuschlag, der sich in den letzten ­Jahren kaum verändert hat.

Bauer erhält nur 44 Cent/kg Biomilch

Von Jänner bis September 2012 erhielten die Bauern, wie die Milchpreiserhebung der AMA zeigt, durchschnittlich 44,17 Cent (inkl. 12 % USt.) für ­einen Kilogramm Biomilch. Für konventionell hergestellte wurden im selben Zeitraum von den Molkereien 36,94 Cent (inkl. 12 % USt.) pro Kilogramm Milch bezahlt (1 Kilogramm Milch ist etwas weniger als 1 Liter Milch).

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Kommentare

  • Heft 12/2012, Test Bio-Milch und -Käse
    von REDAKTION am 10.12.2012 um 15:32

    Wir würden Ihre Frage gerne beantworten. Geht es Ihnen um die Marke Besser Bio? Oder um die Bio-Molkerei Lembach? Bitte um Auskunft.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Heft 12/2012, Test Biomilch, -Käse
    von breithof am 08.12.2012 um 16:20
    Ich vermisse die Bio-Molkerei, erhältlich bei denn`s. Oder sind die zu klein? Ansonsten bin ich erfreut/überrascht, dass auf die Bio-Milchprodukte doch Verlass ist.