KONSUMENT.AT - Eier: Qualität und Kennzeichnung - Interview: Dr. Christine Hassan-Hauser (AGES)

Eier: Qualität und Kennzeichnung

Alles unter Kontrolle

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Konsument 4/2011 veröffentlicht: 17.03.2011, aktualisiert: 28.04.2011

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"Die Kontrolle funktioniert": Interview mit Dr. Christine Hassan-Hauser

KONSUMENT im Gespräch mit Dr. Christine Hassan-Hauser von der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).

Dr. Christine Hassan Hauser (Bild: Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit - AGES)
Dr. Christine
Hassan-Hauser (AGES)

In Deutschland gab es einen Dioxinskandal, Österreich blieb verschont. Warum eigentlich?

Hassan-Hauser: In Deutschland kam die Kontamination (Verunreinigung) über die Futtermittel in die Lebensmittel. In Österreich gibt es nur eine Handvoll größerer Futtermittelbetriebe. Da funktioniert die Kontrolle.

Werden deutsche Eier oder Eiprodukte auch nach Österreich eingeführt?

Ja, es wird eingeführt, allerdings konnten wir bei unseren Untersuchungen auch bei deutschen Eiern und Eiprodukten keine Erhöhung der Dioxinbelastung feststellen. Das gilt sowohl für die normalen Schwerpunktkontrollen wie etwa im Herbst 2010 wie auch für die außerordentlichen Kontrollen, die wir aufgrund des deutschen Skandals vorgenommen haben.

Kann so ein Dioxinskandal wie in Deutschland auch in Österreich passieren?

Nicht so leicht. Es gibt konstante Kontrollen vom Stall bis zum Teller. Menschen mit krimineller Energie werden aber immer Mittel und Wege finden. Aufgrund der Überschaubarkeit des Landes werden sie aber nicht lange unentdeckt bleiben.

Was ist mit Eiprodukten wie Flüssigei, die in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz kommen?

Was die Genusstauglichkeit betrifft, sind die meist in Ordnung. Zumeist beziehen sich unsere Beanstandungen auf Kennzeichnungsmängel.

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