KONSUMENT.AT - Emmentaler - Keine Schadstoffe gefunden

Emmentaler

Der Beste ist bio

Seite 3 von 8

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 4/2010 veröffentlicht: 18.03.2010, aktualisiert: 13.04.2010

Inhalt

Keine Schadstoffe gefunden

Keine Schadstoffe gefunden Untersucht haben wir auch, ob die Käse Natamycin enthalten. Das ist eine antimykotische (pilzabtötende) Substanz, die in der Lebensmittelherstellung als Zusatzstoff E 235 zur Oberflächenbehandlung von Emmentaler zugelassen ist. Ein heikler Stoff, weil er in der Humanmedizin als Arzneimittel eingesetzt wird. Damit es nicht zur Resistenzbildung kommt, das Mittel also bei gefährlichen Krankheitserregern unwirksam wird, raten Experten, Natamycin in Lebensmitteln nur äußerst zurückhaltend einzusetzen. Das tun alle unsere Käsemacher – bei keinem der untersuchten Produkte war Natamycin nachweisbar. Ebenfalls tadellos die Ergebnisse bei der Mikrobiologie: Sowohl bei Salmonellen als auch bei Listerien können wir Entwarnung geben.

Experten verkosten

In Sachen Geschmack verließen wir uns diesmal nicht nur auf Laienverkoster, sondern unterwarfen den Emmentaler zusätzlich einer strengen Expertenprüfung. Ärgerliches Ergebnis: Acht Proben entsprachen nach ausführlicher sensorischer Begutachtung nur der Güteklasse 2. Davon steht auf den Verpackungen natürlich nichts. Die Angabe der Güteklasse ist freiwillig und die meisten Hersteller hüllen sich hier in beredtes Schweigen. Beim französischen Emmentaler Fransial reichte es überhaupt nur für Güteklasse 3. Er roch und schmeckte laut Prüfprotokoll „fischig“ und ist so wertgemindert, dass er in Österreich ohne spezielle Kennzeichnung nicht verkehrsfähig ist. Eine reife Leistung für einen Käse um happige 1,29 Euro pro 100 Gramm bei Interspar.

Bio-Käse an der Spitze

Nur ein Produkt konnte die strengen Profis restlos überzeugen – der Bio-Emmentaler von Bio+. Er ist unser Testsieger und wird von der Käserei Pötzelsberger in Adnet, in der Nähe von Hallein (Salzburg), hergestellt. Zu kaufen gibt es ihn bei Unimarkt, in dessen Käseabteilung sich auch der Drittplatzierte findet, ein feiner Alm-Emmentaler der Obersteirischen Molkerei OM. Gut, dass es diesmal 11 Produkte aufs Siegerstockerl schafften. Denn Emmentaler von Woerle (er ist gleich dreimal im Spitzenfeld vertreten) oder Milfina, um die bekanntesten zu nennen, gibt es zum Glück flächendeckend in ganz Österreich.

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
3 Stimmen
Weiterlesen

Kommentare

  • Abwertung wegen Kennzeichnung
    von REDAKTION am 14.04.2010 um 12:08

    Ob die Kennzeichnungsvorschriften erfüllt sind, ist in unserem Test zwar nur mit 10% gewichtet. Wir werten jedoch alle Produkte, die den gesetzlichen Kennzeichnungsvorschriften nicht entsprechen, um eine Stufe ab (wie in den Testkriterien, Seite 05 beschrieben). Der Natur Pur Emmentaler hätte bei richtiger Kennzeichnung mit "gut" abgeschnitten. Durch die Abwertung wird daraus ein "durchschnittlich".

    Ihre Konsument-Team

  • Aufklärung über Prozentangaben ?
    von rikalv am 13.04.2010 um 18:38
    Nachdem ich augenscheinlich nicht der Einzige bin, der sich die angeführten Prozentzahlen nicht erklären kann, hätte ich mir nun doch eine Erläuterung des KONSUMENT über deren Zustandekommen erwartet.
  • Nicht nachvollziehbar
    von attingo am 03.04.2010 um 22:32
    Die Prozentsummen sind für mich auch nicht nachvollziehbar.
  • Bewertung nicht nachvollziehbar
    von Bernhard28 am 31.03.2010 um 16:51
    Bei diesem Test verstehe ich die Bewertung nicht. Warum erhält z.B. der Natur Pur Emmentaler nur 40%, obwohl er mit Ausnahme der Kennzeichnung überall nahezu die Höchstnote erreicht hat. Die Kennzeichnung wird laut Tabelle mit nur 10% Gewichtung berechnet. Selbst wenn hier der Wert 0 Punkte zum Tragen kommt müssten immer noch nachezu 90% in der Gesamtbewertung stehen.