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Ernährung: Mythen und Märchen

Oft behauptet, trotzdem falsch

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Konsument 9/2005 veröffentlicht: 22.08.2005

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Aussage 9: " Unsere Lebensmittel werden immer schlechter"

Falsch

Weder unsere Ackerböden noch die darauf gezogenen Lebensmittel sind heute nährstoffärmer als früher. Nahrungsergänzungsmittel aus der Drogerie oder Apotheke sind daher schlicht unnötig. Wer sich ausgewogen ernährt, braucht solche Präparate nicht, und umgekehrt kann eine einseitige Ernährung damit nicht wettgemacht werden.

Aussage 10: " Was einmal aufgetaut ist, darf man nicht wieder einfrieren"

Nicht immer

Wenn ein Lebensmittel eingefroren war, z.B. Obst, Gemüse und auch Fleisch, und anschließend gekocht wird, kann man es nochmals einfrieren. Das ist allemal besser als Aufgetautes einige Tage im Eiskasten liegen zu lassen. Denn dort herrschen Plusgrade. Der Verderb von Lebensmitteln wird dagegen nur bei Gefriertemperaturen verlangsamt. Mehrfaches Auftauen und Einfrieren macht die Lebensmittel allerdings nicht besser und sollte daher nur in Notfällen angewendet werden. Aufgetautes rohes Fleisch muss gekocht werden und darf erst dann wieder eingefroren werden.

Prinzipiell wichtig: möglichst schnell einfrieren und langsam, am besten im Kühlschrank, auftauen. Denn umgekehrt, also bei langsamem Einfrieren und schnellem Auftauen, können die Zellstrukturen empfindlicher Lebensmittel geschädigt werden: Fleisch zum Beispiel verliert dann Saft, manche Obst- oder Gemüsesorten ebenfalls.

Aussage 11: " Manche Obst- und Gemüsesorten haben negative Kalorien"

Leider nein

Egal ob Kohl, Artischocken, Spargel, Ananas, Papaya … Lebensmittel, in die der Körper so viel Verdauungsenergie steckt, dass man gleich vom Essen schlank wird, gibt es nicht.

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