KONSUMENT.AT - Herkunft von Obst und Gemüse - Bio-Landbau: geringerer Energieverbrauch

Herkunft von Obst und Gemüse

Einmal um die ganze Welt

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Konsument 3/2009 veröffentlicht: 16.02.2009, aktualisiert: 26.02.2009

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Unterschiede hinsichtlich der Klimabelas­tung gibt es obendrein zwischen konven­tioneller und biologischer Landwirtschaft. Der Energieverbrauch und somit der Ausstoß an Treibhausgasen ist bei konventio­neller Bewirtschaftung eines Feldes wesent­lich höher als bei einer Bewirtschaftung nach biologischen Kriterien. Der Grund: In konventionell geführten Betrieben werden mineralische Stickstoffdünger eingesetzt, deren Erzeugung sehr energieaufwendig ist. In der biologischen Landwirtschaft sind solche Düngemittel verboten. Dass hier geringere Erträge erzielt werden, liegt unter anderem an der niedrigeren Stickstoffzufuhr.

Für den Freiland-Anbau von Obst und ­Gemüse wird wiederum nur ein Bruchteil der Energie benötigt, die für den Anbau in Folientunneln oder – in noch größerem Ausmaß – in beheizten Treibhäusern erforderlich ist. Die Erzeugung von tiefgekühlten ­Lebensmitteln und die Aufrechterhaltung der Kühlkette während Transport und Lagerung ist ebenfalls energieintensiv und verursacht erhebliche Treibhausgasemissionen.

Wer seltener Fleisch kauft und Obst sowie Gemüse aus biologischer Landwirtschaft, saisongerecht und aus regionalem Anbau ersteht, hat aber in Sachen umweltbewusst einkaufen und essen mitunter noch ­immer nicht genug bedacht: Denn Einkaufsfahrten mit dem Auto verschlechtern die Klima­bilanz der erstandenen Lebensmittel deutlich. Bei einer einen Kilometer langen Fahrt mit einem Mittelklassewagen werden so viele klimaschädliche Gase freigesetzt wie für den Anbau und Handel von einem ­Kilogramm Frischgemüse.

Kennzeichnung lesen!

Wer wissen möchte, woher zum Verkauf angebotenes Obst oder Gemüse stammt, kommt um das genaue Lesen der Kennzeichnung nicht herum. Das Ursprungsland muss angegeben sein. Werfen Sie auch bei solchen Produkten einen Blick auf die Kennzeichnung, von denen Sie gemeinhin nicht annehmen, dass sie (wie beispielsweise der eingangs angeführte Schnittlauch) importiert sein könnten.

Bei unserer Erhebung stellten wir allerdings Unschärfen fest: In manchen Supermarktfilialen war das Personal offensichtlich mit dem Angleichen der Steckschilder an das Warenangebot in Verzug geraten. Laut Steckschild hatten einige Obst- bzw. Gemüse­sorten ein anderes Ursprungsland als laut Angaben auf den Überkartons. Gegenlesen und nach­fragen, lautet die Devise.

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