KONSUMENT.AT - Herkunft von Obst und Gemüse - Reaktionen Supermarktketten

Herkunft von Obst und Gemüse

Einmal um die ganze Welt

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Konsument 3/2009 veröffentlicht: 16.02.2009, aktualisiert: 26.02.2009

Inhalt

„Um heimische Ware bemüht“

Wir wollten von den Ketten, in deren Filialen wir unsere Erhebung durchgeführt hatten, wissen, wie hoch jeweils im Juli, August und Dezember 2008 sowie im Jänner 2009 der Anteil an heimischem Obst und Gemüse in den Verkaufsregalen war. Weiters interessierte uns, warum von manchen Sorten (z.B. Knoblauch) kaum inländische Ware erhältlich ist und warum scheinbar immer mehr Obst und Gemüse aus Drittstaaten (z.B. Schnittlauch aus Indien, Zwiebeln aus Australien/Neuseeland, Zuckererbsen aus Kenia/Thailand) angeboten wird. Wir erhielten folgende Stellungnahmen:

Der Anteil an heimischem Obst und Gemüse (inkl. bio) hat im Juli 2008 52 Prozent, im August 59 Prozent, im Dezember 26 Prozent, im Jänner 2009 27 Prozent des Gesamtsortiments betragen. Bei Bio-Obst und -Gemüse haben wir im Juli und August 2008 über 70 Prozent mit Ursprung Österreich angeboten, im Dezember und Jänner 2009 belief sich der Anteil auf 50 Prozent.

Nur sofern eine Verfügbarkeit inländischer Ware saison- oder mengenbedingt nicht gegeben ist, wird auf ausländische Ware zurückgegriffen. Eingelagerte heimische Produkte, wie Zwiebel oder Kartoffel, sind nur begrenzt haltbar und stehen daher nicht ganzjährig zur Verfügung. In Österreich gibt es kaum heimischen Knoblauch.

Hofer KG, Zentraleinkauf

Eine grobe Schätzung ergibt, dass über das gesamte Jahr gesehen das Verhältnis inländischer zu ausländischer Herkunft bei Obst und Gemüse ca. 50:50 ergibt. Die Wahrnehmung, dass die ausländischen Produkte deutlich mehr werden, können wir so nicht bestätigen.

Wenn es Obst und Gemüse aus heimischer Produktion gibt, so nehmen wir dieses selbstverständlich von den österreichischen Landwirten ab. Bei Zwiebeln z.B. gibt es zu bestimmten Zeiten keine Ware österreichischer Herkunft. Bei Knoblauch gibt es in Österreich keinen großflächigen Anbau. Daher greifen wir auf Ware aus Ländern mit optimaleren Anbaubedingungen zurück.

Spar, Service Team

Billa und Merkur bieten von den Sommermonaten bis Mitte Dezember österreichischen Bio-Knoblauch an. In den restlichen Monaten ist es zurzeit noch nicht möglich, österreichischen Knoblauch anzubieten. Zwiebel wird meist von Ende Mai bis Anfang Juli importiert, da die in Österreich geerntete Ware in diesem Zeitraum nicht mehr lager­fähig bzw. die neue Ernte noch nicht verfügbar ist.

Im Jahres-Schnitt beträgt der Anteil an österrei­chischen Obst- und Gemüse-Produkten bei Billa, Merkur, Penny und Adeg deutlich über 50 Prozent. In den Monaten Juli und August steigt der Österreich-Anteil auf rund 65 Prozent, im Dezember und Jänner liegt der Österreich-Anteil bei rund 40 Prozent.

REWE Group Austria

Anteil an heimischem Obst und Gemüse: Juli 2008 56 Prozent, August 61 Prozent, Dezember 41 Prozent, Jänner 2009 42 Prozent. Der Anteil an Obst und Gemüse aus Drittstaaten ist darin begründet, dass es zu gewissen Jahreszeiten keine österreichische Ware gibt bzw. wir auf Grund von ­Qualitätsproblemen (jahreszeitenbedingt) leider auf ausländische Ware ausweichen müssen.

Beispiel Knoblauch: Es gibt zwar Knoblauchanbau in Österreich, aber nur in kleinem Rahmen und mit unterschiedlicher Qualität. Wir bauen österreichische Produkte im Obst- und Gemüsebereich sukzessive aus.

Zielpunkt Warenhandel GmbH & Co KG

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