KONSUMENT.AT - Lebensmittel-Check - Versteckte Preiserhöhungen, Luftgeschäfte

Lebensmittel-Check

Hitparade der Trickser

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KONSUMENT 1/2016 veröffentlicht: 23.12.2015

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Keine Vorschrift zu Befüllungsgrad

Ein Klassiker auf der Negativ-Skala sind übergroße Verpackungen. Während man sich in Deutschland dazu durchgerungen hat, dass das Luftvolumen in Verpackungen maximal 30 Prozent des Gesamtvolumens betragen darf, gibt es in Österreich für den Befüllungsgrad nach wie vor keine Vorschriften.

Oft wollen Leser von uns wissen, warum gegen Mogelpackungen, die mehr Inhalt vortäuschen, nichts unternommen wird. Nach dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb könnte man grundsätzlich gegen solche Verpackungen vorgehen. Da im österreichischen Recht aber nähere Bestimmungen zur Klassifizierung einer Mogelpackung fehlen, sind die Erfolgsaussichten miserabel.

Luftgeschäfte

Um die Unverschämtheit sichtbar zu machen, wie hier verpackungsmäßig getrickst wird, haben wir wieder einige Lebensmittel auf den Röntgentisch, genauer: in einen Computertomografen, gelegt. Sagenhaft, wie ­wenig Pulver sich manche in einen überdimensionierten Beutel samt noch größerem Karton zu füllen trauen. Und dann führen sie als ­Legitimation für lächerlich wenig Inhalt auch noch die sattsam bekannten technologischen Notwendigkeiten an. Liebe Hersteller: Wir finden regelmäßig Konkurrenzprodukte, die zeigen, dass es auch kundenfreundlichere Verpackungsmöglichkeiten gibt.

Versteckte Preiserhöhungen

Überrascht hat uns diesmal die Anzahl der Meldungen zu versteckten Preiserhöhungen. Hier gab es im Vergleich zum Vorjahr eine enorme Steigerung. Viele Konsumenten ­haben sich offenbar die "alten" Preise und Gewichte gemerkt oder gar Verpackungen aufgehoben. Die meisten Kunden empört die reichlich hinterlistige Praxis, einen reduzierten Inhalt ums selbe Geld zu verkaufen. ­Motto: Wird schon keinem auffallen, dass die Packung fast gleich groß ist, aber trotzdem weniger drinsteckt. Nun, es fällt inzwischen auf – was wohl auch damit zu tun hat, dass zunehmend mehr Menschen immer weniger im Börsel bleibt.

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