KONSUMENT.AT - Lebensmittel-Check - Rätselhafte Herkunft

Lebensmittel-Check

Hitparade der Trickser

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KONSUMENT 1/2016 veröffentlicht: 23.12.2015

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Rätselhafte Herkunft ...

"Woher kommt eigentlich mein Essen?", ­fragen sich immer mehr Konsumenten. Und sind zu Recht verärgert, dass sie meistens nichts über die Herkunft von Lebensmitteln erfahren. Derzeit ist die Angabe des Ursprungslandes nur für wenige Lebensmittelgruppen verpflichtend, z.B. für Frischfleisch, Eier und die meisten frischen Obst- und ­Gemüsesorten.

Apropos Fleisch: Eine verpflichtende Herkunftkennzeichnug gab es lange nur für Rindfleisch.Mit April 2015 ­wurde ­diese Kennzeichnungspflicht auf frisches Schweine-, Geflügel-, Schaf- und Ziegenfleisch ausgedehnt. Nun muss auch hier angegeben werden, in welchem Land die Tiere gemästet und geschlachtet wurden.

... vor allem bei verarbeiteten Lebensmitteln

­Sobald Lebensmittel verarbeitet werden, gibt es in Sachen Herkunft aber ­keine Kennzeichnungspflicht mehr. Das gilt auch für solche, die Fleisch enthalten.

Aus unserer Sicht sollte auf jedem Lebens­mittel stehen, woher die Rohstoffe für das Produkt kommen. Und das nicht nur bei Rohwaren, sondern auch bei verarbeiteten Erzeugnissen. Dann müssen Kunden nicht mehr Rätsel raten, sondern sehen auf einen Blick, woher das Produkt ihrer Wahl stammt. Eine für viele Konsumenten sicher kaufentscheidende Information.

Herkunftsangaben: Kein Verlass

Ob man den Angaben zur Herkunft auch trauen kann, das wird noch spannend ­werden. Der größte Aufreger des vergangenen Jahres waren nämlich irreführende Herkunftbezeichnungen, z.B. bei Paprika ( Billa Paprika Tricolore 8/2015 , Spar Paprika 2/2015 ), Heidelbeeren ( Spar Heidelbeeren 10/2015 , Spar Kulturheidelbeeren 12/2015 ) und Gurken: An den Gemüseregalen der Handelsketten warben auffällige Steckschilder mit rot-weiß-roten Fahnen für Qualität aus Österreich. In den Regalen lag aber, in Klarsichtfolie verpackt, Obst und Gemüse aus Spanien, Polen bzw. Deutschland.

Angeblich hatte das Personal vergessen, die Steckschilder wegzuräumen, bevor der Nachschub aus anderen Ländern eingeschlichtet wurde. Auch wenn Fehler vorkommen können, irritiert doch die Häufigkeit. Selbst hier bleibt also nichts anderes übrig, als jedes Etikett genau zu lesen, will man nicht mit einem Kuckucksei nach Hause gehen.

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