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Linsen

Klein, aber oho

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Konsument 11/2001 veröffentlicht: 01.11.2001

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Unterschiedlichste Arten

In unseren Breiten ist vor allem die runde, schalenlose, grünliche oder bräunliche Tellerlinse bekannt. Mit sechs bis sieben Millimetern Durchmesser zählt sie zu den „Riesenlinsen“. Frisch geerntet sind ihre Samen hellgrün bis olivfarben und wandeln ihre Farbe erst während der Lagerung ins Braune. Darüber hinaus gibt es noch grüne, rote und gelbe Linsen. Die besonders kleinen grünen, manchmal auch als schwarz bezeichneten Linsen gelten aufgrund ihres feinen, nussigen Geschmacks als die besten. In Frankreich erhielten sie daher bereits unter Ludwig XV. den Ehrennamen „lentilles à la reine“ (Königslinsen). Bei uns werden diese immer noch selten angebotenen Linsen meist als Berglinsen bezeichnet. Sie eignen sich sehr gut für (am besten lauwarm servierte) Salate, die mit feinem Walnussöl mariniert den Eigengeschmack dieser Sorte besonders unterstreichen. Im Unterschied zu den größeren Linsen brauchen sie keine Einweichzeit und sind meist bereits in einer Viertelstunde kernig-weich gekocht. Absurderweise werden auf den Verpackungen oft Einweichzeiten von mehreren Stunden und Kochzeiten von einer Stunde empfohlen. So erhalten Sie am Ende aber höchstens Linsenbrei. Verlassen Sie sich beim Kochen dieser königlichen Hülsenfrüchte lieber auf Ihren Gaumen. Berglinsen sollten nur „al dente“ gekocht werden, also bissfest.

Rote Linsen stammen meist aus Indien oder der Türkei. Auch sie sind besonders klein und wohl schmeckend. Sie zerkochen leicht zu Brei, wobei die leuchtende Farbe ins Gelbe übergeht, und werden daher im Gegensatz zu den grünen beziehungsweise schwarzen Linsen vor allem für Gerichte verwendet, bei denen diese Konsistenz gewünscht ist. Gelbe Linsen sind nichts anderes als geschälte rote Linsen, denen der typische Linsengeschmack fehlt.

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