KONSUMENT.AT - Olivenöl im Test: Extra bitter - Olivenernte

Olivenöl im Test: Extra bitter

Teure Öle schmecken nicht besser

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Konsument 9/2007 veröffentlicht: 21.08.2007

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Olivenölernte (Foto: Waldhäusl)   Olivenernte: gepfluckt, geschlagen, gerüttelt (Foto: Waldhäusl)

Olivenernte

Der Mittelmeerraum ist das klassische Anbaugebiet für Oliven. Ihre Artenvielfalt ist groß und alleine das sorgt bereits für eine breite Geschmackspalette. Experten können Olivenöl anhand seines Geschmacks und Geruchs einer Anbauregion zuordnen – ähnlich wie es Spezialisten bei Wein machen.

Gepflückt, gerüttelt, geschlagen

Gesunde, unverletzte, nicht ganz reife Oliven sind die Basis für Öle der Spitzenklasse. In vielen Regionen und vor allem in kleineren Betrieben werden die Oliven noch von Hand gepflückt. Auf großen Plantagen kommen auch Rüttelmaschinen zum Einsatz. Sie rütteln so lange an den Bäumen, bis die letzte Frucht heruntergefallen ist. Eine weitere Erntemethode ist das Herunterschlagen der Oliven vom Baum mit Stangen. Klar, dass dabei so wie beim Einsatz von Rüttelmaschinen viele Früchte nicht heil bleiben. Mitunter wird auch zugewartet, bis die Oliven von selbst vom Baum in die darunter ausgebreiteten Netze fallen.

Sortiert, gewaschen, gepresst

Oliven sind empfindliche Früchte. Werden sie bei der Ernte verletzt, hat das Auswirkungen auf die
Qualität des daraus erzeugten Öls. Zudem verderben Oliven rasch. Sie müssen daher nach der Ernte möglichst schnell verarbeitet werden. Nach dem Entfernen von Blättern und Zweigen werden sie gewaschen und mitsamt den Kernen zu einem Brei vermahlen, aus dem dann durch Pressen, Zentrifugieren oder andere mechanische Verfahren das Öl von Fruchtwasser und Pressrückständen getrennt wird. „Erste Kaltpressung“ oder „Kaltextraktion“ darf bei Olivenöl nur dann auf der Flasche stehen, wenn es in einer traditionellen hydraulischen Presse oder in Zentrifugiersystemen bei maximal 27 Grad C gewonnen wurde.

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