KONSUMENT.AT - Pestizide in Obst und Gemüse - Schadstoffen auf der Spur

Pestizide in Obst und Gemüse

Rückstände auf dem Rückzug

Seite 2 von 15

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 8/2010 veröffentlicht: 21.07.2010

Inhalt

Schadstoffen auf der Spur

Bezahlt, eingesackt und ab ins Untersuchungslabor, lautete die weitere Marschrichtung. Damit begann die mühsame Suche nach Rückständen von Schädlingsbekämpfungsmitteln. Das Wort Pestizid leitet sich von engl. pest = Schädling (lat. pestis = Geißel, Seuche) und lat. caedere = töten ab. Man versteht darunter chemische Substanzen, die unerwünschte Lebewesen abtöten oder in Wachstum und Vermehrung hemmen.

Pestizide können daher auch nach ihren Zielorganismen unterteilt werden: So wirken z.B. Bakterizide gegen Bakterien, Fungizide gegen Pilze bzw. Pilzkrankheiten und Insektizide gegen Insekten, um nur die wichtigsten zu nennen.

Konventioneller Anbau nicht ohne Pestizide

Vor allem beim konventionellen Anbau von Obst und Gemüse kommen während der Vegetationsperiode Pflanzenschutzmittel zum Einsatz, um mit Schädlingen, Unkraut und Krankheiten fertigzuwerden. In Österreich liegt der Verbrauch an Pestiziden bei rund 3.400 Tonnen pro Jahr.

Davon landen etwa 400 Tonnen (12 Prozent) im privaten Bereich. Darunter versteht man Haushalte, vor allem aber Hausgärten, wo der Griff zur Giftspritze offensichtlich nach wie vor aktuell ist, auch wenn allerorten ökologisch korrektes Gärtnern propagiert wird.

Höchstwerte gesetzlich geregelt

Je nachdem, wie langlebig die ausgebrachten Wirkstoffe sind, können Obst, Gemüse und andere Nutzpflanzen mit Rückständen belastet sein. Wie viel davon in einem Lebensmittel drinnen sein darf, ist gesetzlich geregelt. Wird der für ein Pflanzenschutzmittel festgelegte Höchstwert überschritten, darf das Lebensmittel nicht in Verkehr gebracht, also nicht verkauft werden.

Zum Schutz der Konsumenten wurden vor kurzem bei elf Pestiziden die zulässigen Höchstwerte europaweit gesenkt. Die neue Verordnung bringt vor allem Verbesserungen bei Trauben, Paprika und Gurken.

Bewertung

Wertung: 2 von 5 Sternen
2 Stimmen
Weiterlesen