KONSUMENT.AT - Pestizide in Obst und Gemüse - Knackpunkt Risikobewertung

Pestizide in Obst und Gemüse

Rückstände auf dem Rückzug

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Konsument 8/2010 veröffentlicht: 21.07.2010

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Knackpunkt Risikobewertung

Wie viele Schadstoffe in einem Lebensmittel stecken, ist eine wichtige Information. Noch wichtiger ist die Risikobewertung dieser Rückstände. Hier kommt die akute Referenzdosis (ARfD) ins Spiel. Sie ist ein toxikologischer Grenzwert für Pestizide mit einer hohen akuten Giftigkeit.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat als ARfD jene Substanzmenge definiert, die über die Nahrung innerhalb eines Tages oder mit einer Mahlzeit aufgenommen werden kann, ohne dass daraus ein erkennbares Gesundheitsrisiko entsteht.

Ausschöpfung der akute Referenzdosis (ARfD) berechnet

Als Grundlage für unsere Risikobewertung zogen wir das Modell des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung heran. Für jedes untersuchte Lebensmittel wurde berechnet, wie hoch die Ausschöpfung der akuten Referenzdosis bei Kindern zwischen zwei und fünf Jahren ist.

Keiner unserer Testkandidaten überschritt die akute Referenzdosis. Beim Blattsalat von Merkur wurde es allerdings eng. Er schöpfte bei einem der drei gefundenen Pestizide die akute Referenzdosis zu mehr als 50 Prozent, über alle enthaltenen Schadstoffe gerechnet zu über 70 Prozent aus. Keine Kleinigkeit, da aufgrund der analytischen Streubreite bereits eine Ausschöpfung von 80 Prozent als kritisch angesehen wird.

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