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Schokoriegel für Kinder

In leere Versprechen gehüllt

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Konsument 6/1999 veröffentlicht: 01.06.1999

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Zu viel Fett und Zucker

Wir kauften für unseren Test 18 Schokoriegel und Waffelschnitten in der jeweils kleinsten erhältlichen Verpackungseinheit in Supermärkten ein. Umgerechnet auf 100 Gramm bezahlten wir zwischen 11,90 (a la confetti Waffel) und 18,50 Schilling (MilkyWay Crispy Rolls). In größeren Verpackungseinheiten kommen die Süßigkeiten erheblich billiger.
Der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung entsprachen alle Produkte. So eine Nährwertkennzeichnung vorhanden, untersuchten wir, ob sie formal richtig und inhaltlich genau war. Formal entsprachen alle Nährwertkennzeichnungen, großteils stimmten auch die ermittelten mit den deklarierten Werten sehr gut (plus/minus zehn Prozent) überein. Eine ungenaue Nährwertkennzeichnung stellten wir beim Nesquik-Riegel fest. Hier war nur einer von vier Werten innerhalb des Zehn-Prozent-Bereiches.
Zur leichten Kost zählt keines der untersuchten Produkte, der Fettgehalt beträgt zwischen 18 (MilkyWay und Nesquik Snack) und 38 Gramm pro hundert Gramm (Kinder bueno). Mit dem „schwersten“ Riegel, Kinder maxi king, nimmt ein Kind 11,3 Gramm Fett zu sich. Die empfohlene Tageszufuhr für Volksschüler liegt bei rund 70 Gramm. Der Anteil des Fettes an der Energie beträgt durchschnittlich 52 Prozent. Laut Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollte der Fettanteil an den Gesamtkalorien bei rund 30 Prozent liegen. Beachtlich auch der Gesamtzuckergehalt: Er reicht von 28 (Kinder Milch-Creme-Schnitte) bis 58 Prozent (Nesquik Riegel). Mit einer Packung Kinder delice beispielsweise (Zuckeranteil 35 Prozent) werden auf einen Sitz 15 Gramm Zucker verspeist. 50 Gramm Zucker pro Tag werden als ausreichend angesehen.