KONSUMENT.AT - Vegetarische Bratwürste - Hoher Salz- und Fettgehalt

Vegetarische Bratwürste

Wenig Anreiz zum Fleischverzicht

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KONSUMENT 10/2013 veröffentlicht: 25.09.2013

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Salzgehalt bis zu einem Drittel ...

Neben Zusatzstoffen aller Art sorgen in ­Lebensmitteln auch Salz und Fett für Geschmack. Beides sollte in einem Produkt, das auf gesund macht und sich als Altenative zu Fleisch präsentiert, eigentlich nur in geringen Mengen vorkommen, würde man meinen.

... der empfohlenen Tagesmenge

Falsch gedacht! Wie bei allen Fertiggerichten haben die Hersteller auch hier kräftig ins Salzfass gelangt. Gleich acht Produkte weisen einen Kochsalzgehalt von über 1,5 Gramm pro 100 Gramm Bratwürstel auf, was Alarmstufe Rot bedeutet. Vor allem wer bei den Würsteln von Vegetaria, Viana und GranoVita zulangt, hat gleich einmal mehr als ein Drittel der täglich maximal empfoh­lenen Menge an Salz intus.

In herkömmlichen Bratwürsteln stecken übrigens rund 1,5 bis 1,8 Gramm Kochsalz pro 100 Gramm. Lediglich Hiel, Vega Vita und Sojarei enthalten weniger Salz als die fleischige Konkurrenz. Ein doch ziemlich überraschendes Ergebnis.

Fettgehalt etwas besser

Etwas besser sieht die Bilanz beim Fettgehalt aus. Ziemlich üppig – und versalzen obendrein – ist hier nur GranoVita mit 26 Prozent Fett. Damit zieht dieses Produkt kalorien­mäßig fast mit herkömmlichen Bratwürsteln gleich, die aus durchschnittlich 27 bis 30 Prozent Fett bestehen. Am anderen Ende der Skala stehen Vegetaria, Sojarei und Hiel, ­deren Fettgehalt unter 10 Prozent liegt.

Vegane Produkte sind cholesterinfrei

Immerhin: Die meisten Hersteller setzen bei der Produktion Sonnenblumen-, Raps- oder Sojaöl ein. Diese Öle enthalten mehr unge­sättigte Fettsäuren und sind damit ­ernährungsphysiologisch wertvoller. Vegane ­Produkte sind darüber hinaus cholesterinfrei. Da der Großteil der vegeta­rischen Bratwürstel nicht gerade mager ist, sollte die Zubereitung mít möglichst wenig Öl erfolgen, um den Fettgehalt der Mahlzeit nicht weiter in die Höhe zu schrauben.

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Kommentare

  • Quorn
    von tombert am 07.10.2013 um 10:34
    Auch wenn es derzeit nur in Deutschland und Schweiz regulär erhältlich ist, wäre ein kleiner Hinweis auf die Alternative Quorn interessant gewesen: http://en.wikipedia.org/wiki/Quorn Zumindest die Werbeversprechen hören sich für mich besser an als Soja und Co.
  • ABER HALLO!!!
    von am 26.09.2013 um 12:32
    FAZIT: - Gesünder als Fleisch ( zumindest weniger ungesund ) - Weniger Umweltschädlich und Nachhaltiger als Fleisch - Und vor allem: OHNE BRUTALE GEMEINE TIEQUÄLEREI UND MORD also wenn das wenig anreiz sein soll was braucht man da noch..