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Schibrillen im Test

Nicht blenden lassen

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Konsument 1/2009 veröffentlicht: 09.12.2008

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Sicher vor UV-Licht

Beim Schutz vor UV-Licht gibt es hingegen keine subjektiven Unterschiede. Bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometer (nm) sollte einfach kein Lichtstrahl durchgelassen werden, fordern Experten und gehen dabei über die Normbestimmung (380 nm) hinaus. Bis auf eine Ausnahme – die Carrera Kimerik – hielten alle Modelle bis 400 nm dicht. Noch vor wenigen Jahren war dies nicht selbstverständlich. Die beharrlichen Mahnungen von Augenärzten und den Experten des VKI werden an dieser erfreulichen Entwicklung wohl nicht ganz unbeteiligt gewesen sein ...

Das Elend mit den Scheiben

Für jedes Brillenmodell gibt es mehrere Scheiben, sodass man für alle Fälle gerüstet ist (eine dunkle Scheibe, eine helle und eine Klarsichtscheibe für die Dämmerung). Leider artet der Scheibentausch regelmäßig zu einem Geduldspiel aus. Herausgenommen sind sie ja schnell, doch beim Hineinste­cken hatten viele Tester ihre liebe Not. Und das im „Trockentraining“; ein Wechsel im Freien bei einem Schlechtwettereinbruch hätte die Ergebnisse noch weiter nach unten gedrückt.

Mängel beim Belastungstest

Ein wichtiger Sicherheitsaspekt ist der Schutz gegen eindringende Fremdkörper. Beim Punkt Schlagfestigkeit wird ein kugelförmiger Prüfkörper mit einer Kraft von 1,2 Kilonewton auf die Scheibe geworfen. Dabei erweisen sich die Doppelscheiben, mit denen heute rund 95 Prozent der Brillen ausgestattet sind (im Test alle), als wahrer Segen. Auch das Material spielt eine nicht unwesentliche Rolle. Die meisten Hersteller greifen zu Polycarbonat, das widerstandfähiger als andere Stoffe ist und vor allem nicht splittert. Leider wird das verwendete Material von den Herstellern nur selten angegeben. Im Test splitterte bei beiden Uvex-Modellen die erste Scheibe, die zweite blieb auch hier ganz. Uvex ist immerhin (neben Alpina und Carrera) einer der drei Marktführer und obendrein eine Hochpreismarke. Eine Abwertung war die logische Folge.

Abgewertet musste auch eine weitere Schibrille werden, die beim Belastungstest Mängel zeigte. Der Scheibe der Bollé Nova brachte es einen irreparablen Knick ein, als sich ein 75-Kilo-Mann auf die Brille setzte. Es handelt sich zwar um eine Polycarbonat-Scheibe, aber sie war offensichtlich zu dünn. Sie können das selbst ausprobieren: Die Scheibe sollte nicht nachgeben, wenn man mit einem Finger dagegendrückt.

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