KONSUMENT.AT - Geld - Geld

Geld

Zahlen, bitte!

Seite 3 von 8

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 10/2000 veröffentlicht: 01.10.2000

Inhalt

Zahlschein und Konto

Zahlt man mit dem Zahlschein das Geld bar am Bankschalter ein, kommt das teuer (bis zu 20 Schilling). Am teuersten ist die Bareinzahlung auf Fremdkonten. Die Bank Austria verlangt dafür 40 Schilling. Sogar Spendenzahlscheine sind nicht mehr überall gratis.

Günstiger ist die Überweisung vom Konto. Viele Banken gewähren Kontoinhabern ein Kontingent von Freibuchungen, oder sie sind in der Pauschalverrechnung inkludiert. Auch sonst fallen nur ein paar Schilling Gebühr an. Vergleichsweise teuer ist die Auslandsüberweisung (siehe dazu: Weitere Artikel - "Auslandsüberweisungen").

Wird regelmäßig ein Fixbetrag überwiesen, spricht man von Dauerauftrag. Dieser ist sinnvoll, wenn die Summe über einen längeren Zeitraum gleich bleibt. Und er ist preiswert: Einrichten, Durchführen, Ändern und Löschen kosten oft gar nichts, ebenso das ein- oder mehrmalige Aussetzen der Zahlung. Kostspielig (bis zu 70 Schilling) ist es, wenn die Überweisung mangels Kontodeckung nicht durchgeführt werden kann. Daher die Daueraufträge terminlich so legen, dass immer genügend „Polster“ vorhanden ist. Problematisch ist ein Abschöpfungsauftrag oder Spardauerauftrag gegen Monatsende. Kommt noch eine unerwartete Abbuchung, rutscht das Konto – auch durch die Wertstellungspraxis der Banken – ins Minus.

Zur Abbuchung vom Konto gibt es zwei Varianten. Beim Lastschriftverfahren unterschreibt der Bezahler ein Formular zu Gunsten des Berechtigten, in welchem er seine Bank bevollmächtigt, eine bestimmte Summe einmal oder öfter vom Konto abzubuchen. Dagegen ist später kein Einspruch mehr möglich. Bei der Einzugsermächtigung ermächtigt der Bezahler den Berechtigten, die Summe vom Konto abzurufen. Hier besteht ein Einspruchsrecht binnen 42 Tagen. Beide Formen werden oft von zwielichtigen Spendensammelvereinen eingesetzt. Welche, das ist oft nicht klar, wenn man ein Formular unterschreiben soll. Wird die Unterschrift auf der Straße oder an der Haustür geleistet, kann man binnen einer Woche vom Abschluss zurücktreten. Ein Sonderfall ist die Einzugsermächtigung per Bankomatkarte (siehe weiter unten). Missbrauch ist möglich, daher Kontobewegungen immer kontrollieren, bei falschen Abbuchungen oder unrichtigen Beträgen sofort reklamieren!

Bewertung

Wertung: 0 von 5 Sternen
Weiterlesen