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Geldanlage: Was tun mit 100.000 Euro?

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Konsument 10/2004 veröffentlicht: 14.09.2004

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Auf dem Sparbuch zwischenlagern

Erste Bank und Hypo NÖ boten zwar gute Beratung an, machten aber keine konkreten Veranlagungsvorschläge, sondern empfahlen uns, den Betrag auf einem täglich fälligen Sparbuch zwischenzulagern, bis feststünde, auf welche Dauer das Geld investiert werden könne.

Bei kurzer Laufzeit  eher sicher anlegen

Zwei Dinge kann Ihnen aber auch die beste Beratung nicht abnehmen: erstens die Entscheidung, auf wie lange Sie einen solchen Betrag anlegen können oder wollen, und zweitens, ob Sie eher auf Nummer sicher gehen wollen oder für etwas mehr Ertrag auch etwas riskieren können. Beides – die Laufzeit und das Risiko – hängt eng zusammen. Wenn Sie bei kürzeren Laufzeiten auf möglicherweise ertragreichere Produkte wie Fonds, Anleihen oder Obligationen setzen, wirken sich auch die damit verbundenen Kosten (Kaufspesen, Depotgebühren) stärker aus als bei langer Anlagedauer. Dazu ein Beispiel: Kapitalsparbuch auf vier Jahre versus Anleihenfonds – was ist günstiger?

Kapitalsparbuch: derzeit 3,25 Prozent Zinsen

Für ein Kapitalsparbuch auf vier Jahre bekommt man derzeit bis zu 3,25 Prozent Zinsen. Nach Abzug der KESt ergibt das in vier Jahren einen Betrag von über 110.000 Euro. Um mit einem Anleihenfonds unter Berücksichtigung aller Kosten wie Ausgabeaufschlag, Management- und Depotgebühren diesen Betrag zu erzielen, müsste dieser eine Performance von über 4 Prozent pro Jahr erzielen. Erst dann würde er sich aufgrund der relativ hohen Kosten gegenüber einem Kapitalsparbuch rechnen.

Anleihen oft nicht besser als Sparbuch

Hier lohnt sich das mit einem Anleihenfonds verbundene Kursrisiko aus unserer Sicht also nur bedingt, da die Renditesprünge bei Anleihenfonds nach oben hin begrenzt sind. Ähnliches gilt für Obligationen und Anleihen mit kurzer Laufzeit, die nebenbei gesagt oft nicht sehr viel besser verzinst sind als Kapitalsparbuch oder gebundene Sparbücher: Auch sie sind mit Kosten und natürlich einem Kursrisiko verbunden. Hier sehen wir kaum Vorteile gegenüber den herkömmlichen, kostenseitig aber günstigeren Sparprodukten.

Immerhin ist man bei Letzteren auf der sicheren Seite und weiß von Beginn an, wie viel am Ende der Laufzeit herausschaut. Zu beachten ist bei größeren Summen allerdings, dass die gesetzliche Einlagensicherung nur bis 20.000 Euro greift.

 

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