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Geldanlage: Was tun mit 100.000 Euro?

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Konsument 10/2004 veröffentlicht: 14.09.2004

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Bei langer Laufzeit können Sie mehr riskieren

Etwas anders schaut es aus, wenn sich ein großer Anlagebetrag über zehn Jahre und länger vermehren kann. Durch die lange Anlagedauer fallen die Kosten nicht mehr so stark ins Gewicht, und auch das Auf und Ab der Kurse gleicht sich über so lange Zeitspannen eher aus. Da lohnt es sich schon, auf etwas rentablere Anlageformen zu setzen. Schließlich liegen bereits bei einem Prozent Unterschied in der durchschnittlich erzielten Rendite Welten zwischen den einzelnen Anlageergebnissen (siehe die Grafiken „So viel kommt heraus“). Wichtig dabei ist, dass Sie für sich selbst festlegen, was Vorrang hat: die Aussicht auf einen ziemlich sicheren Ausgang Ihres Anlageabenteuers – dann sollte der Aktienanteil in Ihrem Portefeuille eher gering gehalten werden; oder die Chance auf kräftiges Abcashen mittels riskanterer Fonds und Aktien, was natürlich nur dann infrage kommen sollte, wenn Sie daneben schon bombensichere Investments laufen haben. 
Ob kurze oder lange Laufzeit – bei so großen Beträgen wie unserer fiktiven Erbschaft sollte auf keinen Fall alles in einen Spartopf geworfen werden. Die Aufteilung auf mehrere Anlageformen verringert das Risiko, dass durch einen Kursabsturz deutlich weniger als geplant oder gar eingezahlt herauskommt. Denn wenn zum Beispiel die Aktien nachgeben, gleicht sich das möglicherweise durch steigende Anleihenerträge aus. Und wenn Ihre Anleihen müde dahindümpeln, dann steigen dafür vielleicht die Zinsen für Sparbücher.
Einen kleinen, absolut sicheren Gewinn können Sie eventuell gleich zu Beginn einstreifen: Im Sparbereich sind oft die Zinssätze, im Anlagebereich oft die Kosten verhandelbar. Das hat auch unser Praxistest wieder gezeigt. BAWAG und Raiffeisen gaben sich hier zwar hartnäckig, bei BA-CA und Volksbank war man aber durchaus entgegenkommend. Probieren Sie es auf jeden Fall!

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