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Investmentfonds im Dauertest: Überblick

Wie gut ist Ihr Fonds?

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Konsument 10/2004 veröffentlicht: 16.09.2004

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Auswahlhilfe und Beobachtungsinstrument

In zweierlei Hinsicht können Sie unseren Fonds-Dauertest nutzen. Einerseits als Entscheidungshilfe zum Kauf. Da bieten sich vor allem Fonds mit hoher Punktezahl an: Stark überdurchschnittliche Fonds weisen mehr als 60 Punkte auf, überdurchschnittliche mehr als 55. (Der Durchschnitt des jeweiligen Marktes liegt immer bei 50 Punkten.) Diese Fonds haben nicht nur eine einmalige Spitzenleistung hingelegt, sondern insgesamt stabile Form bewiesen. Allerdings ist der Schluss auf die zukünftige Entwicklung nur bedingt möglich.

Wer einen stark überdurchschnittlichen ausländischen Fonds im Auge hat, muss auch bedenken, dass damit mehr Arbeitsaufwand für den Anleger verbunden ist. Hier ist nämlich eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Tut man dies nicht, wird von der Depotbank gleich eine Sicherungssteuer abgezogen.

Zum andern können Sie als Besitzer eines oder mehrerer Fonds beobachten, wie sich Ihr Investment entwickelt. Bei schlechter Bewertung sollte man nicht gleich in Panik verkaufen, sondern die Ursachen hinterfragen: Hat sich die Anlagestrategie geändert? Oder das Management?

Fonds sind wegen der Spesen und des Risikos prinzipiell eine längerfristige Anlageform. Als Faustregel gilt: Rentenfonds (die in Anleihen und andere festverzinsliche Wertpapiere investieren) sollten mindestens fünf Jahre gehalten werden, Aktienfonds mindestens zehn Jahre, um auch Verlustphasen „aussitzen“ zu können.

Hohe Chance ist hohes Risiko

Unser Fonds-Dauertest gibt auch Auskunft über die Risikoklasse eines Fonds, und zwar auf einer Skala zwischen 1 und 10. Bei Fonds der Klasse 1 besteht mit hoher Wahrscheinlichkeit (99,5 Prozent) ein Verlustrisiko von höchstens 2,5 Prozent binnen eines Jahres. Klasse 10 hingegen bedeutet, dass man in einem Jahr eventuell mehr als 60 Prozent Verlust einstecken muss.

Im Allgemeinen weist das Marktsegment „Rentenfonds Europa“ Risikoklassen zwischen 3 und 5 auf, „Aktienfonds Europa“ Risikoklassen von 7 bis 9. Mischfonds mit defensiver Ausrichtung investieren eher in Anleihen als in Aktien, ihr Risiko liegt im unteren Bereich. Je niedriger die Risikoklasse, desto geringer ist aber auch die Gewinnchance.

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