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Investmentfonds: Renten und Aktien

Mitten im Regen

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Konsument 11/2002 veröffentlicht: 22.10.2002

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Rentenfonds als „sichere Häfen“

Wer auf risikoärmere Rentenfonds gesetzt hat, kann aufatmen. Alle Rentenfonds verzeichnen im Vergleich zum Vorjahr eine Wertsteigerung, die Unterschiede sind jedoch enorm. Während der Capital Invest Mündel Bond gleich um 417 Euro zulegte, weist der ähnlich ausgerichtete Sparkassen Mündel Rent lediglich ein Plus von 112 Euro aus. Die positive Entwicklung seit dem letzten Jahr kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Wertentwicklung des Capital Invest Mündel Bond seit 1999 bei weitem nicht die Wertentwicklung der bestplatzierten Fonds erreicht. Betrachtet man die jährliche Wertsteigerung seit dem Ankauf, so zeigt sich, dass diese bei vier von sechs Rentenfonds unter 2,6 Prozent bleibt. Hier hätte jedes einigermaßen gut verzinste Sparbuch mithalten können. Nur der neuerliche Performance-Sieger Volksbank Interbond kommt auf akzeptable 4,8 Prozent.

Aktien- und Mischfonds im Keller

Dramatisch sind die Verluste bei den Aktienfonds. Von der Ankaufssumme von 100.000 Schilling (rund 7267 Euro) sind jetzt umgerechnet nur mehr um die 5000 Euro übrig. Der Hypo Invest konnte von 2001 auf 2002 seine Verluste mit 915 Euro begrenzen und stieg heuer zum „besten“ der Aktienfonds auf. Wie es scheint, haben derzeit nicht einmal Blue Chips (= Aktien von Unternehmen mit höchster Bonität) eine Chance. Der Bawag P.S.K. Europa Blue Chip Stock büßte gegenüber dem Vorjahr rund 23 Prozent (1523 Euro) an Wert ein.

Kleine Spesenbeträge, große Wirkung

Insgesamt sind die Spesen beim Produkt Investmentfonds deutlich angestiegen. Neben den Ausgabeaufschlägen haben viele Banken happige Verkaufsspesen eingeführt (bis zu 0,75 Prozent vom Verkaufswert). Die Volksbank Wien verrechnet zusätzlich Ankaufspesen. Dazu kommen Gebühren für das Wertpapierdepot.
Wir haben eine Musterrechnung mit einem Depot, das drei Investmentfonds mit einer Anlagesumme von je 3000 Euro enthält, durchgeführt. Die Berechnungen wurden unter der Annahme durchgeführt, dass die Wertpapiere zeitgleich angekauft und nach vier Jahren zeitgleich verkauft werden. Aufgrund der An- und Verkaufsspesen ist die Spesenbelastung bei der Volksbank Wien um 135 Euro höher als bei einer Bank, die keine derartigen Spesen verrechnet, wobei die Rechnung beispielhaft mit den Konditionen der Oberbank durchgeführt wurde. 

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