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Investmentfonds: Renten und Aktien

Mitten im Regen

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Konsument 11/2002 veröffentlicht: 22.10.2002

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Achtung Umsatzsteuer: Die meisten Spesenlisten werden in Nettobeträgen geführt. Der Hinweis „zuzüglich 20 Prozent Umsatzsteuer“ auf die meisten Spesensätze findet sich oft nur dezent in einer Fußnote (positive Ausnahmen: Raiffeisen Wien und Steiermärkische, die die Bruttospesen ausweisen).
Anders als etwa beim Sparbuch ist jede Transaktion bei Fonds mit Kosten verbunden. Vor allem Mindestspesensätze drücken bei kleinen Anlagebeträgen massiv auf die Rendite. Jede Ein- und Auszahlung wird neben prozentuellen Gebühren auch mit Mindestspesen belegt, die bei kleinen Behebungen bzw. Einzahlungen die Rendite „auffressen“. Wer über einen Fonds kleinere Beträge ansparen will, fährt üblicherweise mit einem Fondsparplan besser. Auch sind hauseigene und inländische Fonds meist günstiger zu haben als ausländische. „Fremde“ Spesen (sie werden bei der Order von Auslandsfonds von Fremdbanken weiterverrechnet) sind besonders heimtückisch, weil im Vorhinein nicht bekannt.

Kompetente Beratung tut Not

Bezüglich der unter dem Jahr zugesandten Information fehlt es den meisten getesteten Fondsanbietern an einem transparenten, kontinuierlichen und anlegerfreundlichen Informationskonzept. Als gut ist nur der Ansatz der Volksbank Wien zu bezeichnen, bei der die nötigen Informationen übersichtlich auf einem Blatt zu finden sind. Weiters sendet die Volksbank Wien die Jahresberichte bzw. die Halbjahresberichte des Investmentfonds zu. Außer der Volksbank Wien übermittelt nur Schelhammer & Schattera diese Berichte unaufgefordert.

Unbefriedigende Beratung

Auch die Beratungssituation ist nach wie vor unbefriedigend. Trotz mehrfacher Kritik sind außer Pauschalaussagen („der Fonds hat sich gut/schlecht entwickelt; schwierige Börsenlage“) keine fundierten Fachinformationen zu erhalten. Positiv: Die meisten Banken rieten dazu, den Fonds zu behalten. Problematisch hingegen die Empfehlung der Raiffeisenbank Wien, die zu einem Umstieg in einen riskanteren Fonds mit höherem Aktienanteil riet. Begründet wurde dies damit, dass die Kurse von Rentenfonds zur Zeit sehr hoch seien und ein Sinken zu erwarten wäre. Jedoch hatte unsere Testperson beim Veranlagungsgespräch ausdrücklich eine sichere Anlageform gewünscht, die bei einem Fonds mit Aktienanteil nicht mehr gegeben ist.
Die P.S.K schlug vor, neue Anteile der Aktienfonds zuzukaufen, um Verluste „früher“ ausgleichen zu können. Das kann gut oder schlecht ausgehen.

Versprechen nicht erfüllt

Fazit im Jahr 3 unseres Langzeittests: Die beim Ankauf in Aussicht gestellte Performance (bis zu sechs Prozent bei den Rentenfonds, bis zu zwölf Prozent bei den Aktienfonds) hat bislang kein Fonds erreicht. Man darf gespannt sein, wie sich unsere Fonds in den nächsten Jahren weiterentwickeln.

 

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