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Private Krankenversicherung

Der Zufall regiert

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Konsument 4/2011 veröffentlicht: 17.03.2011

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Mehrere Offerte einholen

Diese Erfahrungen zeigen: Gerade wer schon vom einen oder anderen Wehwehchen geplagt wird, sollte unbedingt bei allen Anbietern von Zusatzkrankenversicherungen anklopfen. Mit Vorerkrankungen gehen die einzelnen Anbieter sehr unterschiedlich um. Begründung für eine Ablehnung wird oft keine gegeben. Nachfragen sollte man da schon. Und natürlich kann ein engagierter Berater auch noch nachverhandeln und vielleicht bessere Konditionen herausholen.

Schummeln lohnt sich nicht

Mitunter werden wie im Fall von Tester C auch Prämienermäßigungen versprochen, falls sich eine Erkrankung (wie hier das Übergewicht) bessern sollte. Abzuraten ist davon, bei den Gesundheitsangaben im Antrag auch nur ein bisschen zu schummeln. Wird eine dem Versicherer verschwiegene Vorerkrankung virulent, muss dieser nicht zahlen.

Langfristig planen

Wer eine Zusatzkrankenversicherung abschließen will, muss sich darüber im Klaren sein, dass dies eine langfristige Entscheidung sein sollte. Kündigt man und will sich später nochmals versichern lassen, ist eine neuerliche Gesundheitsprüfung zu absolvieren. Außerdem wird wegen des höheren Einstiegsalters die Prämie dann sicher teurer.

Steigende Prämien, bescheidene Leistungen

Prinzipiell steigt die Prämie aber jedes Jahr, und das nicht wenig. Ärgerlich fanden wir, dass unseren Testern gegenüber der Eindruck erweckt wurde, die genannten Prämienhöhen wären für ewige Zeit in Stein gemeißelt. Vor Abschluss einer Zusatzkrankenversicherung sollte daher unbedingt geklärt werden, ob man sich die monatliche Prämienzahlung ein Leben lang leisten kann oder will.

Dabei ist auch einzukalkulieren, dass die Leistungen bei manchen Tarifen (Privatarzt, Zahnversicherung) sehr bescheiden ausfallen, weil die Behandlungskosten nur anteilig übernommen werden und außerdem mit einem Jahreslimit gedeckelt sind. Wer bereits privat krankenversichert ist, sollte vor einer kostspieligen Behandlung nach Möglichkeit eine schriftliche Deckungszusage des Versicherers einholen.

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Kommentare

  • insulinpflichtig (Diabetes mellitus)
    von hmayr am 04.08.2011 um 15:37
    Hier wird man nicht einma zum Gesundheitscheck zugelassen, sondern von vornherein aus "versicherungsmedizinischen Gründen" abgelehnt, was immer das heißen mag.