KONSUMENT.AT - Private Krankenversicherung - Sparpotential

Private Krankenversicherung

Der Zufall regiert

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Konsument 4/2011 veröffentlicht: 17.03.2011

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Sparpotential

So können Sie die Kosten einer privaten Zusatzkrankenversicherung senken:

Tarifauswahl: Der Regionaltarif für das eigene Bundesland kommt günstiger als ein österreichweiter Tarif. Wer Leistungen für alle Spezialisten oder Unikliniken will, benötigt allerdings den teureren Österreichtarif. Nur Tarifbausteine wählen, die man wirklich braucht. Ein Zahnkostentarif beispielsweise zahlt sich oft nicht aus, weil die Kosten nur zum Teil und nur bis zu einer bestimmten Höhe pro Jahr übernommen werden. Das Krankenhaus-Taggeld bringt Angestellten und Beamten nichts, weil ihr Gehalt ohnedies weiterläuft. Bei Zusätzen für Wellness und Vorsorge das Kosten-Nutzen-Verhältnis hinterfragen.

Prämienrückgewähr: Nimmt man in einem Jahr (in manchen Verträgen sind es zwei Jahre) keine Leistung in Anspruch, zahlt der Versicherer einen Teil der Prämie zurück. Kleinere Arztrechnungen daher nicht beim Versicherer einreichen, sondern selbst begleichen.

Selbstbehalt: In unserer Erhebung haben wir Selbstbehalte von ca. 500 bis 1.500 Euro jährlich festgestellt. Übernimmt man diese Beträge selbst, spart das zwischen 30 und 60 Prozent der Prämie.

Optionstarif: Junge Menschen, die noch gesund sind, zahlen nur eine geringe Prämie und verzichten vorläufig auf Leistungen. Bis zum Alter von 40 bis 45 Jahren (je nach Versicherer) ist der Umstieg auf den Normaltarif ohne neuerliche Gesundheitsprüfung möglich. Auch beim Normaltarif kommt die Prämie dann wegen des frühen Einstiegs günstiger. Sinnvollerweise sollte dieser Tarif mit dem Tarifbaustein "Sonderklasse nach Unfall" kombiniert werden, denn laut Statistik müssen jüngere Menschen eher nach einem Unfall ins Spital.

Rabatte: Schließen (Ehe-)Paare oder Familien mit Kindern gemeinsam eine Zusatzkrankenversicherung ab, sind Ermäßigungen bis zu zehn Prozent möglich. Preiswerter sind auch Gruppenversicherungen über Arbeitgeber oder Betriebsrat. Scheidet man aus dieser Gruppe aus, muss der Versicherer einen Einzelvertrag auf Basis von Alter und Gesundheitszustand beim Eintritt in die Gruppe anbieten.

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Kommentare

  • insulinpflichtig (Diabetes mellitus)
    von hmayr am 04.08.2011 um 15:37
    Hier wird man nicht einma zum Gesundheitscheck zugelassen, sondern von vornherein aus "versicherungsmedizinischen Gründen" abgelehnt, was immer das heißen mag.