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Sparbücher

Auf der sicheren Seite

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Konsument 4/2002 veröffentlicht: 01.04.2002

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Aufpassen bei den Bindefristen

Gebundene Sparbücher sind generell nur dann sinnvoll, wenn ein größerer Betrag für eine bestimmte Zeit angelegt werden soll. Bei mehreren Einzahlungen auf Sparbücher mit Bindefrist ist es schwierig, nicht in die Vorschusszinsenfalle zu tappen, denn: Mit jeder Einzahlung beginnt die Bindefrist von neuem. Und jeder einzelne eingezahlte Betrag hat seine eigene Bindefrist, die sich automatisch verlängert (siehe Kasten „Achtung, Vorschusszinsenfalle!“). Da Auszahlungen immer zu Lasten des zuletzt eingezahlten Betrags gehen, müssen Sie also zuwarten, bis die Bindefrist der letzten Einzahlung abgelaufen ist – währenddessen haben sich aber die Bindefristen für die zuvor eingezahlten Beträge bereits automatisch verlängert. Gratulation, wenn Sie da noch den zeitlichen Überblick wahren und ganz ohne Vorschusszinsen aussteigen! Falls Sie bereits über ein derartiges Sparbuch mit verschiedenen Bindefristen verfügen, bitten Sie einen Berater Ihrer Bank darum, Ihnen die vorschusszinsenfreien Behebungszeiträume mitzuteilen. Bei der jährlichen Zinsabrechnung werden Vorschusszinsen oft verschwiegen – möglicherweise wissen Sie also gar nicht, dass Sie welche bezahlt haben.

Kapitalsparbücher

Anders bei den so genannten Kapitalsparbüchern. Hier wird einmalig eine fixe Summe für eine bestimmte Zeit eingezahlt. Dafür gibt es einen fixen Zinssatz. Dieser richtet sich nach der Dauer der Laufzeit: eine längere Frist bringt eine höhere Verzinsung. Müssen Sie vorzeitig etwas abheben, so gibt es für diesen Betrag eben nur geringere Zinsen (für den restlichen Betrag bleibt die garantierte Nominalverzinsung bis zum vereinbarten Laufzeitende aufrecht). Und auch nach Ablauf wird nicht – so wie bei den herkömmlichen gebundenen Sparbüchern – automatisch verlängert. Trotzdem sollten Sie das angesparte Geld dann bald beheben, denn nach Ablauf der vereinbarten Sparphase erhalten Sie nur noch den Eckzinssatz.