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Angst beim Zahnarzt

Methoden, Rezepte, Tricks

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Konsument 11/1999 veröffentlicht: 01.11.1999

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Pulver, Narkose

Vor besonders schmerzhaften oder langwierigen Behandlungen können Sie als Patient den Zahnarzt auch um ein Beruhigungsmittel bitten. Das sollte allerdings die Ausnahme und nie die Regel sein.

Manche Patienten, die unter sehr schweren Zahnarztphobien leiden, erhoffen sich von der Vollnarkose Hilfe. Sie ist aber nur teilweise sinnvoll, etwa beim Ziehen von Zähnen oder der Behandlung sehr tiefer Karies. Kronen oder Brücken lassen sich hingegen mit Hilfe der Vollnarkose kaum anfertigen. Dr. Günther Knogler, Pressesprecher der Wiener Zahnärzte: „Der Mund hat sehr starke Muskeln; es braucht daher eine sehr tiefe Narkose, damit die sich entspannen. Und jede Vollnarkose ist eine schwere Belastung für den Körper, bisweilen eine schwerere als die Zahnbehandlung selbst.“ Jeder Zahnarzt muss bei der Behandlung mit Vollnarkose einen Anästhesisten zuziehen; das bedeutet in der Regel einen Eingriff in der Klinik. Die Kassen bezahlen die Kosten für die Narkose nur in Ausnahmefällen. Privat kostet die erste Stunde Narkose meist 3000 bis 4000 Schilling, jede weitere halbe Stunde schlägt mit etwa 1500 Schilling zu Buche. Die Angst vor dem Zahnarzt und ihre Ursachen bringt die Narkose kaum zum Verschwinden.

Ein ganz anderer Weg, die Angst zu reduzieren, sind verschiedene Methoden der Entspannung (autogenes Training, progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen), der Suggestion und Hypnose, wobei eines ins andere greift. Suggestion arbeitet mit bildhaften Vergleichen („Ihr linkes Oberkiefer wird immer kälter und gefühlloser“) und lenkenden Worten, um den Körper zu entspannen. Mit Hilfe suggestiver Formeln arbeitet auch ein Hypnotiseur, der seine Patienten in einen trancenahen Zustand – ähnlich den Sekunden vor dem Einschlafen – versetzt.

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