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Angst beim Zahnarzt

Methoden, Rezepte, Tricks

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Konsument 11/1999 veröffentlicht: 01.11.1999

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Hypnose

Hypnose dämpft äußere Reize, zum Beispiel Schmerzen, ohne sie aber ganz zu beseitigen. „Ideal“, so erklärt Dr. Robert Schoderböck, Zahnarzt und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Hypnose, „ist die Kombination von Hypnose und Spritze“. „Geeignet“, so Schoderböck weiter, „ist sie aber auch bei Kindern, bei Angstpatienten, Patienten mit Würgereiz und Menschen, die keine Spritze vertragen. Ungeeignet ist sie bei Autisten und psychisch instabilen Menschen wie Schizophrenen.“

Bei der oberflächlichen Hypnose fühlen Sie sich wach und erleben die Behandlung bewusst mit. Die tiefe Hypnose ähnelt einem schlafähnlichen Zustand – aber die ist beim Zahnarzt kaum üblich. Wie gut sie funktioniert, ist allerdings von Patient zu Patient sehr unterschiedlich. Hypnose kann auch helfen, die Lokalanästhesie schneller und besser wirken zu lassen: Meist genügt eine geringere Menge Betäubungsmittel oder die normale Dosis wirkt länger. „Bei mir braucht es meist ein bis drei Sitzungen unter Hypnose. Dann schafft der Patient das meist alleine“ (Schoderböck). Nachteil: Eine Spritze betäubt rasch, die Hypnose wirkt erst nach 15 bis 20 Minuten – und die Zeit von Zahnärzten ist teuer. Erwarten Sie sich daher von der Hypnose keine Wunder. Für Hypnose gibt es keinen Kassenzuschuss. Die Kosten liegen bei Kindern zwischen 700 und 1000 Schilling, bei Erwachsenen zwischen 1000 und 1700 Schilling pro Sitzung.

Die Angst vor dem Zahnarzt lässt sich auch durch Psychotherapie (etwa Verhaltenstherapie) in den Griff bekommen. Ob und wie weit die Krankenkassen in solchen Fällen einen Zuschuss bezahlen, war trotz intensiver Recherchen nicht zu erfahren. Die Stundensätze der Psychotherapeuten bewegen sich um die 800 Schilling.

Goethe übrigens hat seine Höhenangst selbst therapiert. Er ist zu einer Kirche gegangen und auf den Turm gestiegen. Jeden Tag, Stufe um Stufe, und jeden Tag ein bisschen höher…

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