KONSUMENT.AT - Diäten: Low-Fat, Low Fett - Diäten: Low-Fat, Low Fett

Diäten: Low-Fat, Low Fett

Runter mit dem Fett

Seite 2 von 9

Nächsten Inhalt anzeigen
Konsument 5/2002 veröffentlicht: 24.04.2002

Inhalt

Weg mit dem Fett: Fettarm mit und ohne Xenical

Das steckt dahinter: Sie wollen zu Weihnachten nicht auf Ihre Gans verzichten und trotzdem schlank und rank werden und bleiben? Dann könnte „Weg mit dem Fett“ für Sie den richtigen Ansatz enthalten. Anders als der Titel des Buches vermuten lässt, wird Fett hier als sinnvoll und notwendig dargestellt – allerdings in Maßen. Sympathisch ist der Ansatz, den Fettverzehr für eine ganze Woche zu bilanzieren – das schafft Freiraum für Schlemmereien am Wochenende. Die Basis für jedes gesunde Abnehmen, so die Autoren – ein Ernährungspsychologe, ein Verhaltenspsychologe und ein Arzt –, sind eine fettnormalisierte Ernährung und regelmäßige Bewegung – mit und ohne medikamentöse Schützenhilfe.

Erster Ansatz ist also nicht der Griff zur Pille, in diesem Fall das Präparat Xenical, sondern eine Beschränkung der Fettaufnahme. Ohne diese nützt nämlich auch das Medikament auf Dauer nichts, oder es machen sich sehr schnell unangenehme Nebenwirkungen bemerkbar. Eine ausführliche Fettpunktetabelle hilft Ihnen, Fett in der Nahrung (auch in Fertigprodukten) zu erkennen und zu berechnen. Eiweiß und Kohlenhydrate können Sie dagegen unbegrenzt essen.

Aufwand :
Der Einkauf ist kein Problem, alle Lebensmittel sind in einem gängigen Supermarkt erhältlich. Sie stehen täglich 1 Stunde in der Küche und bekochen ohne zeitlichen Mehraufwand die ganze Familie. Nicht alle Mahlzeiten sind zum Mitnehmen geeignet, es gibt aber viele Tipps zum Außer-Haus-Konsum.
Dauer :
Als Dauerernährung gedacht. „Sie machen keine Diät, die Sie abbrechen müssten, Sie haben sich lediglich entschieden, fettnormalisiert zu essen – mehr nicht“, so das Credo der Autoren.

Das gibt’s an einem typischen Tag zu essen

  • Frühstück: 120 g Vollkornbrot mit Leberwurst und 1 gekochtes Ei;
  • 1. Zwischenmahlzeit: 1 Apfel und 200 g Sauermilch mit Obst;
  • Mittagessen: deftiger Kohlsprossenauflauf mit Kartoffeln, Zitronentopfen;
  • 2. Zwischenmahlzeit: 500 ml Trinkjogurt Multifrucht;
  • Abendessen: Fischragout.

Was Sie noch ans Ziel bringt

Dreimal in der Woche eine halbe Stunde Bewegung. Die Trainingsanleitungen sind für den Laien nachvollziehbar und stimmen mit dem Stand der Wissenschaft überein. Gefahren und Risiken für Herz und Kreislauf werden genannt, die Intensität ist bei allen Übungen allerdings für Anfänger zu hoch.

Außerdem erhalten Sie vernünftige Tipps zur Verhaltensänderung.

Das meinen wir dazu: Grundsätzlich sinnvolles Konzept mit viel Spielraum für die individuelle Lebensmittelauswahl. Für eine Gewichtsreduktion ist die Energiezufuhr mit rund 2000 kcal jedoch ziemlich hoch. Sie müssen also damit rechnen, dass  Sie nur sehr langsam abnehmen, wenn Sie nicht zugleich Ihre körperliche Aktivität ganz erheblich steigern.

Plus

  • Die praktische Fettpunktetabelle und das Punktekonto helfen, in der Nahrung versteckte Fette zu erkennen. Das führt langfristig zu selbstständigem Umgang mit fettreichen Nahrungsmitteln.
  • Gute Fettspartipps, keine unrealistischen Erwartungen, gute Tipps zur Verhaltensmodifikation. Kein Lebensmittel wird verteufelt.

Minus

  • Hält man sich an die Speisepläne im Rezeptbuch, resultiert daraus eine viel zu hohe Eiweißzufuhr. Die Empfehlungen der DGE für die wöchentliche Menge an Fleisch und Wurst werden in diesem Plan um das Dreifache(!) überschritten. Das war auch ausschlaggebend dafür, dass diese Diät nur ein „durchschnittlich“ erhalten hat.
  • Viel zu hohe Cholesterin- und Purinaufnahme!
  • Die erlaubte Tagesdosis Alkohol ist dreimal so hoch wie von Ernährungsexperten empfohlen.

Fazit: Informieren Sie sich in diesem Buch, lassen Sie sich zu regelmäßigem Sport und einer fettnormalisierten Ernährung anregen – aber kochen Sie nach einem anderen Speiseplan!

Bewertung

Wertung: 0 von 5 Sternen
Weiterlesen