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Mittel bei Angststörungen

Hilfe im Akutfall

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Konsument 4/2007 veröffentlicht: 16.03.2007, aktualisiert: 13.04.2007

Inhalt

Benzodiazepine lockern Anspannung

Zur Krisenintervention bei akuten Angstzuständen sowie unterstützend zur psychotherapeutischen Behandlung kommen Psychopharmaka infrage. Benzodiazepine lockern die ängstliche Anspannung, sorgen tagsüber für eine ausgeglichene Stimmung und helfen abends beim Einschlafen. Als geeignet gelten dabei die Präparate mit einer mittellangen Wirkungsdauer. Diese wirken schnell und sind gut verträglich. Allerdings besteht ein beträchtliches Abhängigkeitsrisiko. Bei Dauergebrauch können die Medikamente ihre Wirkung verlieren. Die Anwendung ist deshalb nur zeitlich begrenzt zu empfehlen. Ein weiterer kritischer Aspekt ergibt sich aus einer verminderten Fahrtüchtigkeit im Straßenverkehr.

Oft gemeinsam mit Depression

Da Angststörungen vielfach in Kombination mit Depressionen auftreten, kommen bestimmte Antidepressiva (selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer SSRI, selektive Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer SSNRI sowie tricyclische Antidepressiva) zum Einsatz. Ihre Anwendung ist weniger problematisch im Alltag (Verkehrssicherheit) und sie führt nicht zur Abhängigkeit. Dadurch wird eine langfristige Behandlung möglich. Bei der Beendigung der Therapie ist darauf zu achten, dass die Medikamente nicht plötzlich abgesetzt werden, sondern die Dosis langsam zurückgefahren wird.

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