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Remens-Tropfen

Wunderkraut unter Krebsverdacht

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Konsument 1/2004 veröffentlicht: 10.12.2003

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Fa. Bittner verkauft weiter in Österreich

Das hindert das deutsche Pharma-Unternehmen Bittner nicht daran, ein Präparat mit relativ hohen Konzentrationen in Österreich anzubieten: Remens-Tropfen. Das über Apotheken vertriebene Präparat wird zwar auch als homöopathisches Mittel bezeichnet, dennoch kann es eine toxikologisch relevante Konzentration an Aristolochiasäuren enthalten. Die Verdünnung beträgt 6 Dezimalpotenzen, was in der Homöopathie als Niedrigpotenz gilt, welche also noch Inhaltstoffe des Ausgangsproduktes enthält. Die 50-ml-Packung kostet rund 10 Euro.

Fachliteratur kritisiert

Remens-Tropfen werden zur Behandlung des prämenstruellen Syndroms und anderer Menstruationsstörungen empfohlen sowie bei entzündlichen Genitalerkrankungen. In der Fachliteratur wird das äußerst kritisch kommentiert. Zumal das Nutzen-Risiko-Verhältnis eindeutig negativ sei: Die nachgewiesenen karzinogenen Eigenschaften von Osterluzei-Zubereitungen stünden einer nicht belegbaren therapeutischen Wirksamkeit gegenüber.

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