KONSUMENT.AT - Zähne: Wurzelbehandlung - Vor der Spitze ist Schluss

Zähne: Wurzelbehandlung

Retten statt ziehen

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Konsument 3/2011 veröffentlicht: 17.02.2011

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Vor der Spitze ist Schluss

Die Füllung soll zirka einen Millimeter vor der Wurzelspitze enden. Manche Zahnärzte arbeiten mit Geräten, die die Länge des Wurzelkanals messen. Sie zeigen mit über 95-prozentiger Sicherheit die genaue ­Länge des Kanals an. Manchmal lässt sich ein ­unbehandelter Rest allerdings nicht vermeiden. Insbesondere bei älteren Menschen oder wenn der Zahn schon eine ­große Füllung hatte, sind die Wurzelkanäle stark verengt und eine Aufbereitung bis zur Wurzelspitze ist nicht möglich. Die Füllung der Wurzelkanäle darf aber nicht durch die (durchstoßene) Wurzelspitze in den Kieferknochen ragen, sonst kann es zu einer Entzündung mit starken Schmerzen kommen. Diese sogenannte Überinstrumentierung lässt sich mit der elektronischen Längenmessung nahezu ausschließen.

Kontroll-Röntgen nötig

Erfolgreich war die Wurzelbehandlung, wenn der Patient beschwerdefrei ist. Natürlich braucht es auch regelmäßige Kontroll-Röntgenuntersuchungen. Der Erfolg einer Wurzelbehandlung hängt mehr von der ­ordentlichen Aufbereitung, Desinfektion und bakteriendichten Versorgung der ­Wurzelkanäle ab (Zeit) als von den verwendeten Materialien. Die Behandlung eines Backenzahns mit mehreren Wurzeln ist ­eine sehr aufwendige Arbeit, mehrere Sitzungen (drei bis sieben) sind normal. Wurzelbehandelte Zähne brechen unter Belastung eher als lebende Zähne. Daher wird ein Zahn in der Regel nach einer Wurzelbehandlung mit einer Krone versorgt

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Kommentare

  • Wurzelbehandlung mit dem Operationsmikroskop
    von grzlfrx am 04.04.2011 um 21:27
    Es tut mir leid, aber der Artikel ist für mich "Mickey Mouse" - Journalismus und dazu noch unvollständig recherchiert. Besonders ärgern mich 2 Dinge: 1. ist das Aufsuchen der Wurzelkanäle für den Geübten KEIN langwieriger Prozess, vorallem nicht bei einwurzeligen Zähnen. Wenn es schwierig ist hilft auch Methylenblau, und schwierig ist es vieleicht in maximal 5% aller Fälle. 2. Es soll bitte nicht der Eindruck entstehen, dass eine Wurzelbehandlung nur mit dem MIkroskop( Vergrößerung bis zu 24fach) perfekt durchführbar ist, auch eine Lupenbrille (4-fach, bis zu 8-fach möglich)reicht vollkommen, außer eben in Spezialfällen ( abgebrochene Instrumente, schwierige Revision, via falsa = Perforation, tief verkalkte Kanaleingänge,...). Der Kassenzahnarzt - ich persönlich habe keinen Kassenvertrag, bin schon 22 Jahre im Beruf - bekommt für eine WB zwischen etwa 50 und 150 Euro, also etwa 1/10 der genannten Tarife, und macht da sicher auch sehr oft eine perfekte Arbeit. Also bitte immer am Boden bleiben, die gute Arbeit eines Zahnarztes macht nicht das Mikroskop oder der Laser aus, sondern das persönliche Können und Engagement. MfG. Dr. Scheidl Karl, Abonnent seit mehr als 20 Jahren.
  • Ratgeber Wurzelbehandlung
    von wienerbergcity am 09.03.2011 um 22:43
    Toller und sehr verständlicher Artikel! Auf www.wurzelbehandlung1.org gibt es weitere, wertvolle Hintergrundinformationen über den Ablauf der Wurzelbehandlung.